Online-Veranstaltungen im Februar 2024
Online-Winterberichtsreihe: Aktuelles aus dem Arbeitsbereich Umweltgerechte Erzeugung

Der Versuchsbetrieb in Bamberg aus der Luft

Die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) lädt Sie herzlich zu ihrer Online-Winterberichtsreihe „Aktuelles aus dem Arbeitsbereich Umweltgerechte Erzeugung“ ein. Im Rahmen dieser Vortragsreihe werden in wöchentlichem Abstand im Februar 2024 verschiedene Forschungsthemen mit Schwerpunkt Gemüsebau präsentiert. Die 4 Online-Veranstaltungen finden ab 07.02.2024 bis 28.02.2024 jeweils am Mittwoch um 16:30 Uhr als Webex-Seminar statt und dauern ca. 1,5 Stunden.

Nähere Informationen zu den einzelnen Seminarthemen können Sie dem nachfolgenden Veranstaltungsprogramm entnehmen.

Die Seminare sind kostenlos. Bitte beachten Sie, dass eine Anmeldung spätestens 5 Tage vor der jeweiligen Veranstaltung erforderlich ist. Den Anmeldelink finden Sie jeweils unter der Vortrags-Übersicht. Sie können selbstverständlich mehrere, bzw. alle Termine buchen.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und den gemeinsamen Austausch!

Veranstaltungsprogramm

Vorträge am 07.02.2024:

Aktuelle Düngeversuche im Freilandgemüsebau

Andrea Spirkaneder, LWG-IEF
Abfrierende Zwischenfrüchte mit Folgekultur Zwiebel - Resümee aus zwei Jahren Zwischenfruchtanbau

Welche Auswirkungen haben verschiedene abfrierende Zwischenfrüchte auf die Stickstoffdynamik im Boden und auf eine frühe Feinsämerei wie die Zwiebel? In Anlehnung an den Versuch aus dem Jahr 2021/2022 wurden neben nicht-legumen Zwischenfrüchten nun auch Leguminosen und Zwischenfruchtmischungen getestet. Neben der Stickstoffaufnahme und -freisetzung durch die Zwischenfrüchte steht auch der Einfluss auf die Qualität und den Ertrag der nachfolgenden Zwiebel im Fokus. Ein Resümee aus den beiden Versuchsjahren fasst die Thematik zusammen.

Biologische Borversorgung bei Möhre und Knollensellerie

Ein Mangel an Spurennährstoffen wie Bor kann vor allem im Bereich des Wurzel- und Knollengemüses Wachstumsnachteile und Einschränkungen der inneren Qualität zur Folge haben. Für die Kulturen Möhre und Sellerie wurde daher auf Standorten mit Bormangel ein Versuch durchgeführt, in dem verschiedene Borapplikationen und deren Wirkung getestet wurden. Sowohl die Bodenapplikation als auch die Blattapplikation sowie eine Mischung aus beidem kam hier zum Einsatz.

Einsatz stickstoffbindender Biostimulanzien in Kohl und Salat

Steigende Düngemittelpreise und weitere Einschränkungen aufgrund der Richtlinienumsetzung der Düngeverordnung führen dazu, dass zunehmend stickstoffbindende Biostimulanzien als Alternativen zu den Handelsdüngern in den Fokus rücken. In Fortsetzung an erste Versuche im Jahr 2022 werden die neuesten Ergebnisse zur Blattapplikation von Biostimulanzien bei Kopfkohl und Salat vorgestellt. Dabei kamen vier verschiedene Produkte auf der Basis von Mikroorganismen zum Einsatz.

Zwischenfruchtbestand im Oktober 2022

Anmeldung für die Vorträge am 07.02.2024 um 16:30 Uhr: Aktuelle Düngeversuche im Freilandgemüsebau

Hier geht es zur Online-Anmeldung (Anmeldeschluss 02. Februar 2024):

Vorträge am 14.02.2024:

Ökologische Freiland- und Unter Glas-Versuche

Carola Nitsch und Lena Lips, LWG-IEF
Fenchelsortenversuch in 3 Sätzen

Der Fokus wird auf kugelige Knollenfenchelsorten im Vergleichsanbau gelegt, da die typischen kugeligen/bauchigen Sorten (wie man sie im Supermarkt kennt), den Verbraucherwünschen entsprechen. Diese sollen in einem Versuch in drei Sätzen (einem frühen-, einem Sommer- und einem späten Satz) herausgehoben werden. Im Fokus steht neben der Form auch der Ertrag, die Qualität und die Haltbarkeit.

Erdbeeren Sortenprüfung

Die Erdbeere zählt in Deutschland zu den wirtschaftlich wichtigsten Obstkulturen. Bei der Sortenwahl stehen Anbauer häufig vor der Herausforderung zwischen bewährten Sorten und zahlreichen Neuzüchtungen wählen zu müssen. Daher soll ein Sortiment neuer Erdbeersorten geprüft und mit drei Standardsorten verglichen werden. Im Fokus steht die Ertragsbildung, der Geschmack und die Widerstandsfähigkeit.

Spitzpaprika-Ernteverfrühungsversuch im Folientunnel

Die Spitzpaprika ist ein beliebtes Fruchtgemüse in Deutschland, bei welchem die Haupternte meist in die Ferienzeit fällt. In diesem Versuch wurde getestet, ob mit aufgelegter Lochfolie und Mypexgewebe als Bodenabdeckung eine Verfrühung des Erntetermins erreicht werden kann.

Untersaaten in Fruchtgemüse im Gewächshaus

Nach der neuen EU-Bio-Basisverordnung VO (EU) 2018/848 muss in Gewächshäusern mit Gründüngung, Fruchtwechsel oder Untersaaten gearbeitet werden. Um die Auswirkungen auf Erträge und Qualität bei unterschiedlichen Fruchtgemüsen zu untersuchen und verschiedene Untersaaten zu erproben, wurden griechischer Oregano und eine Kleemischung in Cocktailtomaten angebaut.

Eine Fenchelknolle in einer randomisierten Blockanlage.

Anmeldung für die Vorträge am 14.02.2024, 16:30 Uhr: Ökologische Freiland- und Unter Glas-Versuche

Hier geht es zur Online-Anmeldung (Anmeldeschluss 9. Februar 2024):

Vorträge am 21.02.2024:

Erdeloser Anbau von Salatgurken, Paprika und Ingwer

Martin Schulz, LWG-IEF
Möglichkeiten der Düngereinsparung und Erhöhung der Düngeeffizienz mit Hilfe der Messung von elektrophysiologischen Messungen

Die Betriebsmittelpreise, unter anderen bei Düngemitteln, steigen derzeit permanent. Der Versuch hat das Ziel, Wege zur Düngereduzierung aufzuzeigen. Pflanzen haben die Fähigkeit, Nährstoffe über die Wurzel aufzunehmen und in den Pflanzenorganen über den Bedarf hinaus anzureichern. Dieser sogenannte Luxuskonsum sollte in der Düngung im erdelosen Anbau vermieden werden. Die Schweizer Firma Vivent bietet mit ihren Sensoren die Möglichkeit, Potentialdifferenzen in der Pflanze elektrophysiologisch zu messen und mit Referenzkurven möglichen Stress wie Nährstoffmangel frühzeitig zu erkennen. Hierzu referiert auch Dr. Moritz Graeff (Fa. Vivent, Gland).

Anbau von (Block-) Paprika auf Substrat – Substratalternativen

Erdelose Kultur hat sich im bayerischen Unterglasgurkenanbau durchgesetzt. Dabei werden mineralische Substrate zunehmend durch organische, bzw. organisch-mineralische Substrate ersetzt, da hier keine Entsorgungskosten anfallen. Aufgrund des langen Transportweges, einer existierenden Salzproblematik, resultierend u. a. durch die teilweise Verwendung von salzhaltigem Brackwasser bei der Substrataufbereitung, steht Kokos als Substratalternative in der Diskussion. Eine Alternative bildet die Verwendung von heimischer Holzfaser.

Anbau von Ingwer im hydroponischen Anbauverfahren (DWC - Deep Water Culture)

Ingwer im hydroponischen Anbau wird seit 3 Jahren versuchsweise in Bamberg angebaut. Im ersten Jahr 2021 wurde generell die Eignung für diese Anbauform (DWC) geprüft. Ein Düngungsrezept wurde im zweiten Jahr entwickelt. Dieses Jahr wird mit der Verwendung von wiederverwendbaren Erntekisten ein neues Kulturverfahren getestet. Weiterhin werden zwei mineralische, Perlit (Fa. Pull BV) und Blähton (Fa Liapor GmbH & Co. KG, sowie mit Kokos (Fa. van der Knaap) ein organisches Substrat auf ihre Eignung geprüft. Das Pflanzgut der Herkünfte 'Peru‘ (P1) und 'TARI' (T1) wurden dazu selbst vermehrt.

Ingwerpflanzen auf Wasserbecken mit Düngelösung

Anmeldung für die Vorträge am 21.02.2024 um 16:30 Uhr: Erdeloser Anbau von Salatgurken, Paprika und Ingwer

Hier geht es zur Online-Anmeldung (Anmeldeschluss 16. Januar 2024):

Vorträge am 28.02.2024:

Autonome Hackroboter im Gartenbau und Möglichkeiten zur effizienten Bewässerung im Freilandgemüsebau

Leonie Seehafer und Dr. Alexander Dümig, LWG-IEF
Autonome Hackroboter im Gartenbau

Die effiziente Regulierung von Beikräutern stellt eine wichtige Kulturmaßnahme dar, um ein ungestörtes Wachstum der Kulturpflanzen zu gewährleisten und somit hohe Erträge zu sichern. Zunehmende Einschränkungen des Herbizideinsatzes, ein Mangel an Saisonarbeitskräften und steigende Löhne stellen viele Anbauende vor die Frage, wie in Zukunft eine effektive Beikrautregulierung im Gartenbau gestaltet werden kann. Ein Lösungsansatz ist der Einsatz von autonomer Hacktechnik. Insbesondere in den letzten Jahren ist der Markt von Produkten zur autonomen Beikrautregulierung gewachsen. Im Rahmen des Forschungsprojektes "Innovative Methoden zur ökologischen Beikrautregulierung im Gartenbau“ testet die LWG verschiedene Hackroboter und führt Versuche in unterschiedlichen Gartenbaukulturen durch. In diesem Online-Seminar wird der aktuelle Stand der Technik präsentiert und ein Einblick in die Versuchsergebnisse 2023 gegeben.

Möglichkeiten zur effizienten Bewässerung im Freilandgemüsebau

Auch das Jahr 2022 war in einigen Regionen Bayerns im Frühjahr und Sommer teilweise sehr trocken. Die ausbleibenden Niederschläge führten zu steigendem Bewässerungsbedarf von z. B. Gemüse, Sonderkulturen und Kartoffeln. In dieser Veranstaltung werden einfache, praxistaugliche und digitale Maßnahmen vorgestellt, um den Wasserverbrauch (und Kosten) zu senken, sowie auf veränderte rechtliche Vorgaben reagieren zu können. Folgende Themen werden angesprochen: Genauigkeit der Wasserverteilung bei Rohrberegnung für einen einheitlichen Aufwuchs der Kulturen, technische und digitale Möglichkeiten der Automatisierung (z. B. Wasser an/aus per Smartphone) und der Einsatz von Entscheidungshilfen zur Bewässerung (Wann und wie viel bewässern?), wie die Bewässerungs-App der ALB Bayern e.V. und digitale Bodenfeuchtesensoren. Zu letzteren wurden an der LWG Bamberg mehrere Exaktversuche durchgeführt und die Auswirkungen auf Erträge und Qualitäten festgestellt.

Der autonome Roboter "Oz" der Firma Naio Technologies reguliert auf der Fläche einer Obstbaumschule das Beikraut

Anmeldung für die Vorträge am 28.02.2024, 16:30 Uhr: Autonome Hackroboter im Gartenbau und Möglichkeiten zur effizienten Bewässerung im Freilandgemüsebau

Hier geht es zur Online-Anmeldung (Anmeldeschluss 23. Februar 2024):