Nachbericht Online-Winterberichtsreihe im Januar/Februar 2026
Aktuelles aus dem Arbeitsbereich Umweltgerechte Erzeugung

An vier Mittwochabenden im Januar/Februar lud die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) zu ihrer bereits vierten Online-Winterberichtsreihe „Aktuelles aus dem Arbeitsbereich Umweltgerechte Erzeugung“ ein. Für jeweils 1,5 Stunden wurden den teilnehmenden Interessentinnen und Interessenten neue Forschungsinformationen aus dem Erwerbsgartenbau präsentiert. Die Forschungstätigkeiten erfolgten am Gemüsebauversuchsbetrieb in Bamberg und an weiteren Standorten in Bayern. Die Mitarbeitenden bedanken sich für die regen Teilnahmen und den interessanten Austausch mit der Praxis, mit dessen Input weitere Versuchstätigkeiten umgesetzt werden können.
Aktuelle Öko-Gemüsebauversuche: Von Düngung über Minimalbodenbearbeitung bis hin zu Nützlingen und Schädlingen (28.01.2026)

Eröffnet wurde die diesjährige Online-Winterberichtsreihe mit Einblicken in einige aktuelle Versuche im ökologischen Gemüseanbau. Veronika Vikuk gab einen Überblick zu den Ergebnissen des Langzeitdüngeversuchs, der seit 2018 an der LWG läuft. Auch wenn bisher am Standort keine ertragswirksamen Unterschiede verzeichnet werden konnten, wird der Versuch weiter fortgeführt. Anschließend gab es Einblicke in die aktuell laufenden Versuche zum Thema Winterbegrünung im Gewächshaus. Andrea Spirkaneder erläuterte, welche Zwischenfrüchte sich eignen und möglicherweise positive Effekte auf die Bodengesundheit haben können. Mit den Teilnehmenden wurden außerdem die neuesten Erfahrungen mit der Minimalbodenbearbeitung im Gemüsebau geteilt, welche in einem Langzeitversuch Jahr für Jahr gesammelt werden. Darauffolgend stellte Leonie Seehafer die Auswirkungen eines intensivierten Striegeleinsatzes auf die Säzwiebel vor. Ebenso wurde von den aktuellsten Erkenntnissen zur Thematik des additiven Intercroppings berichtet. Durch die Integration von Blühpflanzen in den Kohlbestand wurden positive Effekte auf die Nützlingspopulation sowie eine Reduktion der Schädlingspopulation beobachtet. Auf großes Interesse stieß zuletzt das Thema SBR und Stolbur im Gemüse: Neben dem Monitoring der Schilf-Glasflügelzikade wurden Erkenntnisse aus einem Jahr Praxisforschung vorgestellt. Dabei stand vor allem die Rote Bete im Fokus. Herausgestellt wurden Sortenunterschiede sowie weitere Stellschrauben wie zum Beispiel der Saat- und Erntetermin und die Wirkung eines Kulturschutznetzes.
Effizienzsteigerung der Bewässerung von Gemüse durch Unterflurtropfsysteme und Obstbauversuche im Kompetenzzentrum Ökogartenbau (04.02.2026)

Am 04.02.2026 wurden in der Online-Winterberichtsreihe die verschiedenen Obstbauversuche des Kompetenzzentrums Ökogartenbaus sowie ein Bewässerungsprojekt zur Effizienzsteigerung der Bewässerung im Gemüsebau durch Unterflurtropfsysteme thematisiert.
Zunächst wurden den Teilnehmenden die Beerenobstversuche mit Erdbeeren und Heidelbeeren durch den zuständigen Versuchsbetreuer Ruben Pires Heise vorgestellt. Im Erdbeersortenversuch wurden zehn verschiedene Sorten hinsichtlich ihrer Ertragsleistung und Qualität verglichen.
Ergänzend gab es Einblicke in einen Heidelbeeranbauversuch, der als Tastversuch durchgeführt wurde. Hier zeichnet sich über die bisherigen Versuchsjahre eine verstärkt positive Wirkung ab, die durch einen Eintrag von Mykorrhiza-Pilzen bei den Pflanzen ausgelöst wird. Ein weiteres Thema war der Haselnussanbau. Hier wurde sowohl ein Schnittversuch vorgestellt, in dem untersucht wird, wie sich verstärkte Schnittmaßnahmen auf den Ertrag in den Folgejahren auswirken, als auch ein Ernteversuch, bei dem der Einsatz von Erntenetzen getestet wurde.
Im Anschluss wurden durch den Muhammad Hafeez Ul Barkat erste Erfahrungen und Ergebnisse aus einem Bewässerungsprojekt im Gemüsebau vorgestellt. Ziel des Projektes ist es, im verfahrenstechnischen Vergleich verschiedener Bewässerungssysteme – Unterflur-Tropfbewässerung, oberflächennah verlegte Tropfschläuche sowie die bisher übliche Überkopfberegnung – deren Auswirkungen auf Kulturentwicklung, Wasserverbrauch und Bewässerungsmanagement zu untersuchen. Im ersten Projektjahr wurden unterschiedliche Kulturen im Feldversuch angebaut und die Bewässerungsvarianten miteinander verglichen. Neben der Kulturentwicklung wurden auch verschiedene Messgrößen wie Bodenfeuchte, Pflanzenentwicklung und weitere Bestandesparameter erfasst. Erste Beobachtungen zeigen Unterschiede zwischen den Bewässerungssystemen in Bezug auf Pflanzenbestand und Wassernutzung, die in den kommenden Versuchsjahren weiter untersucht werden.
Zunächst wurden den Teilnehmenden die Beerenobstversuche mit Erdbeeren und Heidelbeeren durch den zuständigen Versuchsbetreuer Ruben Pires Heise vorgestellt. Im Erdbeersortenversuch wurden zehn verschiedene Sorten hinsichtlich ihrer Ertragsleistung und Qualität verglichen.
Ergänzend gab es Einblicke in einen Heidelbeeranbauversuch, der als Tastversuch durchgeführt wurde. Hier zeichnet sich über die bisherigen Versuchsjahre eine verstärkt positive Wirkung ab, die durch einen Eintrag von Mykorrhiza-Pilzen bei den Pflanzen ausgelöst wird. Ein weiteres Thema war der Haselnussanbau. Hier wurde sowohl ein Schnittversuch vorgestellt, in dem untersucht wird, wie sich verstärkte Schnittmaßnahmen auf den Ertrag in den Folgejahren auswirken, als auch ein Ernteversuch, bei dem der Einsatz von Erntenetzen getestet wurde.
Im Anschluss wurden durch den Muhammad Hafeez Ul Barkat erste Erfahrungen und Ergebnisse aus einem Bewässerungsprojekt im Gemüsebau vorgestellt. Ziel des Projektes ist es, im verfahrenstechnischen Vergleich verschiedener Bewässerungssysteme – Unterflur-Tropfbewässerung, oberflächennah verlegte Tropfschläuche sowie die bisher übliche Überkopfberegnung – deren Auswirkungen auf Kulturentwicklung, Wasserverbrauch und Bewässerungsmanagement zu untersuchen. Im ersten Projektjahr wurden unterschiedliche Kulturen im Feldversuch angebaut und die Bewässerungsvarianten miteinander verglichen. Neben der Kulturentwicklung wurden auch verschiedene Messgrößen wie Bodenfeuchte, Pflanzenentwicklung und weitere Bestandesparameter erfasst. Erste Beobachtungen zeigen Unterschiede zwischen den Bewässerungssystemen in Bezug auf Pflanzenbestand und Wassernutzung, die in den kommenden Versuchsjahren weiter untersucht werden.
Ökologische Freiland- und Unter Glas-Versuche (11.02.2026)

Zu Beginn der Veranstaltung stellte Lena Lips den Leguminosendüngungsversuch vor, der sich mit der Frage beschäftigt, ob selbst angebaute Körnerleguminosen einen ausreichenden Beitrag zur Stickstoffversorgung von Gemüsekulturen leisten können. Ziel des zweijährigen Freilandversuchs war es zu prüfen, inwieweit geschrotete Sojabohnen, Lupinen und Erbsen als betriebseigene Stickstoffdünger im ökologischen Gemüsebau eingesetzt werden können und ob sie handelsübliche organische Dünger sinnvoll ergänzen.
Im ersten Versuchsjahr wurden die geschroteten Leguminosen in Winterwirsing eingesetzt, im zweiten Jahr kamen sie in Salat und Sellerie zur Anwendung. Die verschiedenen Leguminosenvarianten wurden jeweils mit gängigen organischen Handelsdüngern wie Horngrieß und Hornmehl verglichen. Während der gesamten Kulturperiode erfolgten regelmäßig Bodenproben, um die Stickstoffverfügbarkeit zu erfassen. Ergänzend wurden am Ende der jeweiligen Saison Ertragserhebungen aller Varianten durchgeführt.
In unseren Versuchsergebnissen zeigte sich, dass insbesondere die Sojaschrotvariante in beiden Jahren die höchsten Erträge innerhalb der Leguminosendüngungsvarianten erzielen konnte. Somit kann Sojaschrot eine wirksame betriebseigene Stickstoffquelle darstellen.
Als zweiten Versuch stellte Lena Lips den im vergangenen Jahr gestarteten Humuslangzeitversuch vor. Untersucht werden unterschiedliche Bodenbearbeitungsgeräte, jeweils in Kombination mit und ohne Kompostzugabe. Ergänzend wird über den Winter eine an die jeweilige Hauptkultur angepasste Zwischenfrucht angebaut, um zusätzliche organische Masse in das System einzubringen und die Bodenstruktur zu stabilisieren. Im ersten Versuchsjahr wurden Eichblattsalat und Porree angebaut. Zur Bewertung der Entwicklungen werden im Jahresverlauf verschiedene Bodenuntersuchungen durchgeführt. Dabei werden bodenchemische und bodenphysikalische Parameter erfasst, um Veränderungen in Bodenstruktur, Verdichtung, Infiltrationsleistung und langfristig auch im Humusgehalt zu dokumentieren.
Im Anschluss an den Beitrag von Lena Lips stellte Carola Nitsch ihre Versuchsergebnisse vor. Dabei ging es zum einen um einen Sortenversuch mit jordanvirusresistenten Rispentomaten im Folientunnel. Die aktuellen Sorten werden für intensiven Hochglasanbau gezüchtet und daher sollte ihre Eignung für den Anbau im ungeheizten Tunnel betrachtet werden. Sechs aktuelle Sorten standen im Vergleich miteinander.
Ein weiterer Versuch beschäftigte sich mit phytophtoraresistenten Tomatensorten für den Freilandanbau. Bei Stabtomaten werden neue Sorten und Nummernklone auf ihre Resistenz hin geprüft und das Wuchsverhalten sowie die geschmackliche Eignung betrachtet. Diese Sorten sind sehr robust und machen den Anbau ohne Schutz möglich. Die jüngste Züchtungsrichtung bei Freilandtomaten geht hin zu resistenten Buschtomaten. Sie müssen nicht geschnitten oder aufgeleitet werden und sind für die Verarbeitung gedacht, sind aber auch für Solawis und Frischmarkt sehr interessant. Feldmäßiger Anbau ist in Deutschland bisher nicht wirtschaftlich möglich, aber mit den neuen Sorten ist zumindest die Braunfäuleresistenz gegeben. Aktuelles Zuchtziel ist die Fruchtgröße und Einmalerntefähigkeit.
Im ersten Versuchsjahr wurden die geschroteten Leguminosen in Winterwirsing eingesetzt, im zweiten Jahr kamen sie in Salat und Sellerie zur Anwendung. Die verschiedenen Leguminosenvarianten wurden jeweils mit gängigen organischen Handelsdüngern wie Horngrieß und Hornmehl verglichen. Während der gesamten Kulturperiode erfolgten regelmäßig Bodenproben, um die Stickstoffverfügbarkeit zu erfassen. Ergänzend wurden am Ende der jeweiligen Saison Ertragserhebungen aller Varianten durchgeführt.
In unseren Versuchsergebnissen zeigte sich, dass insbesondere die Sojaschrotvariante in beiden Jahren die höchsten Erträge innerhalb der Leguminosendüngungsvarianten erzielen konnte. Somit kann Sojaschrot eine wirksame betriebseigene Stickstoffquelle darstellen.
Als zweiten Versuch stellte Lena Lips den im vergangenen Jahr gestarteten Humuslangzeitversuch vor. Untersucht werden unterschiedliche Bodenbearbeitungsgeräte, jeweils in Kombination mit und ohne Kompostzugabe. Ergänzend wird über den Winter eine an die jeweilige Hauptkultur angepasste Zwischenfrucht angebaut, um zusätzliche organische Masse in das System einzubringen und die Bodenstruktur zu stabilisieren. Im ersten Versuchsjahr wurden Eichblattsalat und Porree angebaut. Zur Bewertung der Entwicklungen werden im Jahresverlauf verschiedene Bodenuntersuchungen durchgeführt. Dabei werden bodenchemische und bodenphysikalische Parameter erfasst, um Veränderungen in Bodenstruktur, Verdichtung, Infiltrationsleistung und langfristig auch im Humusgehalt zu dokumentieren.
Im Anschluss an den Beitrag von Lena Lips stellte Carola Nitsch ihre Versuchsergebnisse vor. Dabei ging es zum einen um einen Sortenversuch mit jordanvirusresistenten Rispentomaten im Folientunnel. Die aktuellen Sorten werden für intensiven Hochglasanbau gezüchtet und daher sollte ihre Eignung für den Anbau im ungeheizten Tunnel betrachtet werden. Sechs aktuelle Sorten standen im Vergleich miteinander.
Ein weiterer Versuch beschäftigte sich mit phytophtoraresistenten Tomatensorten für den Freilandanbau. Bei Stabtomaten werden neue Sorten und Nummernklone auf ihre Resistenz hin geprüft und das Wuchsverhalten sowie die geschmackliche Eignung betrachtet. Diese Sorten sind sehr robust und machen den Anbau ohne Schutz möglich. Die jüngste Züchtungsrichtung bei Freilandtomaten geht hin zu resistenten Buschtomaten. Sie müssen nicht geschnitten oder aufgeleitet werden und sind für die Verarbeitung gedacht, sind aber auch für Solawis und Frischmarkt sehr interessant. Feldmäßiger Anbau ist in Deutschland bisher nicht wirtschaftlich möglich, aber mit den neuen Sorten ist zumindest die Braunfäuleresistenz gegeben. Aktuelles Zuchtziel ist die Fruchtgröße und Einmalerntefähigkeit.
OptiMulchErtrag: Anbauversuch Einlegegurken und erdeloser Anbau von Paprika, Melonen und Ingwer (18.02.2026)

Rund 30 Teilnehmende nutzten die Gelegenheit, gemeinsam mit Martin Schulz auf einen Freilandversuch zum Thema Eignung von Sprühmulch zur Beikrautkontrolle sowie auf die Versuchsarbeiten des Jahres 2025 im Bereich des erdelosen Anbaus zurückzublicken.
Gestartet wurde mit der Vorstellung der Ergebnisse 2025 eines Freilandversuchs mit Einlegegurken in Bamberg zum Thema Einsatz von Sprühmulch zur Beikrautunterdrückung. Die Federführung – wie bei allen im Vortrag angesprochenen Vorgängerprojekten – lag beim Technologie- und Förderzentrum (TFZ) Straubing unter der Projektleitung von Edgar Remmele. Die Förderung erfolgte durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt im Rahmen der Förderinitiative Pestizidvermeidung. Zusätzlich wurde im Jahr 2025 das Teilprojekt OptiMulchErtrag vom Bayerischen Staatsministerium für Landwirtschaft, Ernährung, Forsten und Tourismus finanziert. Der vom TFZ entwickelte Sprühmulch wurde 2025 unter dem Namen LiquiMulch patentiert und kann nun in der Praxis eingesetzt werden. Im Rahmen des Projekts entwickelte das Unternehmen Amazone-Schmotzer zur Ausbringung von LiquiMulch den Multi-Sprayer Vegi. LiquiMulch besteht aus zwei Suspensionen: der Suspension A mit der Hauptkomponente Rapsöl und der Suspension B mit der Hauptkomponente Stärke. Zusammenfassend konnte eine Beikrautunterdrückung durch den Einsatz von LiquiMulch festgestellt werden. Die Aussaat mit einer pneumatischen Gurkensähmaschine vom Typ PSG1/6 funktionierte. Darüber hinaus wurden keine signifikanten Unterschiede im Ertrag festgestellt.
Im Bereich des erdelosen Anbaus wurde untersucht, wie gut sich sechs unveredelte Wassermelonensorten sowie eine Melone des Typs Charentais für den hydroponischen Anbau unter geschützten Bedingungen eignen. Als Substrat kam ein geschichtetes Kokosfasergemisch zum Einsatz. Ein gegenüber dem Vorjahr angepasster Erziehungsschnitt sowie der Einsatz eines Hilfsgitters führten zu einer früheren Blütenbildung und zu einer deutlich größeren Blattfläche. Dennoch blieben die erzielten Erträge deutlich hinter den wirtschaftlich erforderlichen Erwartungen zurück. Unter diesen Bedingungen ist der Anbau nicht kostendeckend. Als mögliche Ursache für die geringen Erträge wird eine unzureichende Bestäubung mit Hummeln vermutet. Als mögliche Alternativen wurde der Einsatz von Schwebfliegen sowie von Honigbienen erfolgreich geprüft.
Im erdelosen Kulturanbau werden neben mineralischen Substraten zunehmend organische beziehungsweise organisch-mineralische Substrate eingesetzt. Aufgrund der langen Transportwege sowie einer bestehenden Salzproblematik – unter anderem verursacht durch die teilweise Verwendung von salzhaltigem Brackwasser bei der Substrataufbereitung – steht Kokos als Substrat jedoch zunehmend in der Diskussion. Eine mögliche Alternative stellt die Verwendung heimischer Holzfasern dar. Allerdings erfordert jedes Substrat eine Anpassung der Bewässerungs- und Düngestrategie. In einem Anbauversuch wurden zwei Holzfasersubstrate mit einem Kokossubstrat hinsichtlich ihrer Anbaueignung für vier Spitzpaprikasorten verglichen. Substratbedingte Unterschiede konnten dabei nicht festgestellt werden. Allerdings zeigten sich deutliche sortenbedingte Unterschiede in der Anfälligkeit gegenüber Sonnenbrand.
Ebenso 2025 fortgeführt wurde die Optimierung des hydroponischen Anbaus von Ingwer. Vier organische Substrate, zwei Kokos und zwei Holzfasersubstrate, aus dem erdelosen Anbau wurden auf ihre Eignung für eine Nachnutzung für den Ingweranbau in Deep-Water-Culture (DWC) geprüft. Auch hier zeigten sich deutlich herkunftsspezifische Unterschiede. Alle geprüften Substrate eignen sich für dieses Anbauverfahren.
Gestartet wurde mit der Vorstellung der Ergebnisse 2025 eines Freilandversuchs mit Einlegegurken in Bamberg zum Thema Einsatz von Sprühmulch zur Beikrautunterdrückung. Die Federführung – wie bei allen im Vortrag angesprochenen Vorgängerprojekten – lag beim Technologie- und Förderzentrum (TFZ) Straubing unter der Projektleitung von Edgar Remmele. Die Förderung erfolgte durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt im Rahmen der Förderinitiative Pestizidvermeidung. Zusätzlich wurde im Jahr 2025 das Teilprojekt OptiMulchErtrag vom Bayerischen Staatsministerium für Landwirtschaft, Ernährung, Forsten und Tourismus finanziert. Der vom TFZ entwickelte Sprühmulch wurde 2025 unter dem Namen LiquiMulch patentiert und kann nun in der Praxis eingesetzt werden. Im Rahmen des Projekts entwickelte das Unternehmen Amazone-Schmotzer zur Ausbringung von LiquiMulch den Multi-Sprayer Vegi. LiquiMulch besteht aus zwei Suspensionen: der Suspension A mit der Hauptkomponente Rapsöl und der Suspension B mit der Hauptkomponente Stärke. Zusammenfassend konnte eine Beikrautunterdrückung durch den Einsatz von LiquiMulch festgestellt werden. Die Aussaat mit einer pneumatischen Gurkensähmaschine vom Typ PSG1/6 funktionierte. Darüber hinaus wurden keine signifikanten Unterschiede im Ertrag festgestellt.
Im Bereich des erdelosen Anbaus wurde untersucht, wie gut sich sechs unveredelte Wassermelonensorten sowie eine Melone des Typs Charentais für den hydroponischen Anbau unter geschützten Bedingungen eignen. Als Substrat kam ein geschichtetes Kokosfasergemisch zum Einsatz. Ein gegenüber dem Vorjahr angepasster Erziehungsschnitt sowie der Einsatz eines Hilfsgitters führten zu einer früheren Blütenbildung und zu einer deutlich größeren Blattfläche. Dennoch blieben die erzielten Erträge deutlich hinter den wirtschaftlich erforderlichen Erwartungen zurück. Unter diesen Bedingungen ist der Anbau nicht kostendeckend. Als mögliche Ursache für die geringen Erträge wird eine unzureichende Bestäubung mit Hummeln vermutet. Als mögliche Alternativen wurde der Einsatz von Schwebfliegen sowie von Honigbienen erfolgreich geprüft.
Im erdelosen Kulturanbau werden neben mineralischen Substraten zunehmend organische beziehungsweise organisch-mineralische Substrate eingesetzt. Aufgrund der langen Transportwege sowie einer bestehenden Salzproblematik – unter anderem verursacht durch die teilweise Verwendung von salzhaltigem Brackwasser bei der Substrataufbereitung – steht Kokos als Substrat jedoch zunehmend in der Diskussion. Eine mögliche Alternative stellt die Verwendung heimischer Holzfasern dar. Allerdings erfordert jedes Substrat eine Anpassung der Bewässerungs- und Düngestrategie. In einem Anbauversuch wurden zwei Holzfasersubstrate mit einem Kokossubstrat hinsichtlich ihrer Anbaueignung für vier Spitzpaprikasorten verglichen. Substratbedingte Unterschiede konnten dabei nicht festgestellt werden. Allerdings zeigten sich deutliche sortenbedingte Unterschiede in der Anfälligkeit gegenüber Sonnenbrand.
Ebenso 2025 fortgeführt wurde die Optimierung des hydroponischen Anbaus von Ingwer. Vier organische Substrate, zwei Kokos und zwei Holzfasersubstrate, aus dem erdelosen Anbau wurden auf ihre Eignung für eine Nachnutzung für den Ingweranbau in Deep-Water-Culture (DWC) geprüft. Auch hier zeigten sich deutlich herkunftsspezifische Unterschiede. Alle geprüften Substrate eignen sich für dieses Anbauverfahren.

