Rebschutz
Oidium - Zeigertriebe

wie weiß bepudert wirkt die Triebspitze und einige Stellen an den Blatträndern eines Triebes
In einer Versuchsanlage, die seit Jahren einen hohen Oidiumdruck aufweist, wurde Ende der 20. Kalenderwoche 2020 ein Zeigertrieb entdeckt. Deutlich sichtbar ist das bereits vom weißen Pilzmycel besiedelte Blattgewebe.

Anlagen mit stärkerem und früh aufgetretenem Vorjahresbefall sind weiterhin genau zu kontrollieren. Hier ist die Gefahr erhöht, dass Zeigertriebe oder Ascosporeninfektionen aus Kleistothezien nach geringen Niederschlägen auftreten.
Zeigertriebe treten oft in Minimalschnittanlagen und bei den Sorten Dornfelder, Cabernet Dorsa und Kerner auf.

Kontrollieren Sie daher solche Anlagen genau. Zeigertriebe sind sofort auszubrechen und eine Behandlung durchzuführen.

Auch in sonstigen Lagen mit Vorjahresbefall kann vorbeugend eine Behandlung mit Netzschwefel z.B. Netzschwefel Stulln 5 kg/ha oder Microthiol WG 6 kg/ha durchgeführt werden.

Bis auf solche Ausnahmefälle ist die Oidiumgefahr durch die geringe Luftfeuchtigkeit und die kalten Nachttemperaturen noch gering. Eine Behandlung sehen wir in der 21. Kalenderwoche noch nicht als notwendig an.

Bitte beachten Sie die weiteren Informationen zur Entwicklung und zum Rebschutz im Weinbaufax Franken, zum zu erwartenden Verlauf der Krankheit vom Prognosemodell Oidium auf VitiMeteo und/oder zur aktuellen Befallssituation auf der VitiMonitoring-Seite .