Pressemitteilung - 18. Mai 2026
Am 20. Mai ist wieder UN-Weltbienentag: Bienen sind wichtig für die Biodiversität
Den UN-Weltbienentag gibt es schon seit 2018 und auch dieses Jahr erinnert er am 20. Mai wieder an die Bedeutung der Wild- und Honigbienen für unser Ökosystem. Honigbienen leben auf Waben in Baumhöhlen oder in Bienenkästen, während Wildbienen – mit Ausnahme der Hummeln – solitär leben. Mit ca. 600 Arten gibt es sehr viele verschiedene Wildbienen, die durch den Verlust von Lebensräumen, insbesondere Nistplätzen, zum Teil bedroht sind. Imkerei wird in Europa mit der Honigbiene Apis mellifera betrieben. In Bayern bewirtschaften etwa 43.000 Imkerinnen und Imker mehr als 300.000 Bienenvölker. Wer sich für die Imkerei interessiert und Bienen unterstützen möchte, findet bei der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) in Veitshöchheim viele Tipps. Das Institut für Bienenkunde und Imkerei an der LWG bietet außerdem zahlreiche Erklärvideos für Einsteigerinnen und Einsteiger.
Die Honigbiene hat eine Sonderstellung
Die Honigbiene ist auf der einen Seite ein Wildtier, das zur natürlichen Fauna Deutschlands und Mitteleuropas zählt, aber auf der anderen Seite auch ein landwirtschaftliches Nutztier ist, dass von Imkerinnen und Imkern für die Produktion von Honig und weiteren Bienenprodukten gehalten wird. Diese Sonderstellung macht die Faszination der Honigbiene aus – denn im Gegensatz zu anderen Tieren wie dem Rind oder Schwein lässt sich die Honigbiene nicht einsperren. Die Tiere nutzen mehrere Quadratkilometer Landschaft, um sich mit Nektar und Pollen zu versorgen.
Honig mit verschiedenen Nuancen
Das Ergebnis ist köstlicher Honig, der je nach Standort und Jahreszeit sehr unterschiedlich schmecken kann. Im Frühjahr wird Honig aus der Obstblüte und dem Löwenzahn gesammelt, gefolgt von Raps, Akazie und Linde. Später im Jahr sammeln die Bienen den Honigtau im Wald oder auch an spätblühenden Trachten wie der Heide oder dem Efeu. Für die Versorgung des Bienenvolks sammeln die Tiere mehrere hundert Kilogramm Nektar, der zu Honig verarbeitet wird. Davon ernten die Imkerinnen und Imker zwischen 25 und 35 kg Honig pro Volk und Jahr.
Wildlebende Schwärme haben es schwer
Die Bienenvölker entwickeln sich im April und Mai besonders stark, tausende Tier schlüpfen, bauen Waben und sammeln Nahrung. Fehlt es an Platz, entwickelt sich der Schwarmtrieb und die Königin verlässt mit einem Teil der Bienen den Bienenkasten. Dieser Schwarm findet sich dann oft an einem Baum ein und sucht dann nach einer neuen Unterkunft. Wer Schwärme beobachtet, sollte den Imkerverein vor Ort informieren, denn ein wildlebender Schwarm hat nur wenig Aussicht auf ein Überleben. Gegenspieler wie die Varroamilbe oder auch Futtermangel im Winter sorgen für hohe Ausfälle bei wildlebenden Bienenvölkern.
Bienen sind wichtige Bestäuber
Wild- und Honigbienen bestäuben mit Käfern, Fliegen und weiteren Insekten eine Vielzahl von Wild- und Kulturpflanzen. Diese Bestäubungsleistung wird für Deutschland mit 2 Milliarden Euro beziffert. Unbezahlbar ist aber die Vielfalt auf unserem Speisezettel: Nüsse, Obst und Gemüse – ohne Bienen müssten wir auf vieles verzichten! Dies gilt auch für die Bestäubung der Nahrungspflanzen vieler Wildtiere – Bienen tragen durch ihre Bestäubungsleitung zur Biodiversität bei. Wer Bienen unterstützen möchte, findet auf der Website der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) in Veitshöchheim viele Tipps für einen insektenfreundlichen Garten gibt es über den Link unten.
Save the date: Tag der offenen Tür am 05.07.
Am Sonntag, den 05. Juli 2026, findet wieder der beliebte Tag der offenen Tür der LWG statt! An den Standorten in Veitshöchheim und Thüngersheim gibt es von 9 bis 16 Uhr ein vielseitiges Programm für alle Gartenfans. Das Motto lautet „Vielfalt. Innovation“. Es gibt Führungen, Vorträge und Mitmachaktionen – auch für die Kleinen! Mehr Infos gibt es unten!

