Pressemitteilung - 21. Mai 2026
Am 30. Mai ist wieder Gieß-eine-Blume-Tag: Wässern trotz Urlaub – so geht´s!

Pflanzen brauchen regelmäßig Wasser zum Leben. Der diesjährige „National Water a Flower Day“, also „Gieß-eine-Blume-Tag“, am 30. Mai weist wieder darauf hin, wie sehr Pflanzen unser Leben bereichern und dass wir sie gut pflegen müssen. Die Pfingstfeiertage und die Ferien sind für viele Garten- und Kübelpflanzen eine Durststrecke. Wie man die Versorgung auch ohne hilfsbereite Nachbarn sicherstellt, erklären die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie an der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) Veitshöchheim.

Wochenende und Sonnenschein
Auch wenn es nicht immer die lange Urlaubsreise sein kann – viele nutzen die Feiertage um Pfingsten für ein verlängertes Wochenende. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass die Temperaturen sehr schnell ansteigen können. Zudem hat die Sonne bereits sehr viel Kraft. Kommt ein entsprechend kräftiger Wind dazu, trocknen Pflanzen und Boden schnell aus. Gut angewachsene Pflanzen, die bereits mehrere Jahre stehen, wie Stauden, Sträucher und Bäume, kommen ein paar Tage ohne Gießen zurecht. Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, wässert vor der Abfahrt noch einmal kräftig. Mehr Sorgen bereiten frisch bepflanzte Gemüse- und Blumenbeete, frische Aussaaten und Kübelpflanzen.

Optimale Versorgung für Kübel und Kästen
Bei Kübelpflanzen und Blumenkästen lässt sich ein kurzer Zeitraum mit PET-Flaschen überbrücken, die mit Wasser gefüllt mit dem Hals in den Boden gesteckt werden. Trocknet der Boden aus, entsteht ein Sog, der das Wasser aus der Flasche zieht und somit die Pflanze versorgt. Für diese Flaschen gibt es auch Tonkegel, die aufgeschraubt werden und dafür sorgen, dass das Wasser noch gleichmäßiger abgegeben wird. Ähnlich funktionieren auch Ollas-Tongefäße, die teilweise in die Erde eingegraben und alle vier bis sechs Tage mit Wasser befüllt werden. Sie sind in verschiedenen Größen erhältlich. Wer neue Blumenkästen anschafft, sollte in Modelle mit Wasserspeicher investieren.

Lösung für Beete und längere Abwesenheit
Bei vielen und größeren Kübelpflanzen, frisch nach dem 15. Mai bestückten Beeten oder längerer Abwesenheit kommt man um eine Tröpfchenbewässerung nicht herum. Es gibt Tropfschläuche, die direkt in den Beeten verlegt werden, und Schlauchsysteme mit Tropfern oder auch Sprenklern, die über einfach zu bedienende Bewässerungscomputer gesteuert werden. Ohne Strom und Batterie funktioniert der Tropf-Blumat. Er besteht aus Tonkegeln, die nahe der jeweiligen Pflanze in den Boden eingegraben werden. Diese sind durch ein Schlauchsystem mit der geöffneten Wasserleitung oder einem Wasserfass bzw. -zisterne verbunden. Trocknet der Boden aus, entsteht auch hier ein Sog auf den Tonkegel. Dieser öffnet ein daran angebrachtes Schlauchventil und bewässert die Pflanze bis der Boden wieder ausreichend befeuchtet ist. Der Clou: Wenn es doch zwischendurch regnet, wird im Gegensatz zur automatisierten Bewässerung kein Wasser über die Leitung abgezapft.

Vorher testen!
Egal für welches System man sich entscheidet, es sollte frühzeitig für einen Testlauf installiert werden. Ein nicht optimal eingestellter Computer oder ein Tropfschlauch, der nicht richtig festsitzt und sich durch den Wasserdruck löst, kann dazu führen, dass zu viel Wasser verbraucht wird oder die Pflanzen doch zu wenig Wasser bekommen. Darüber hinaus empfiehlt es sich, den Wetterbericht anzuschauen, um die benötigte Gießmenge richtig einschätzen zu können.
Weitere hilfreiche Tipps gibt es im Bericht der Bayerischen Gartenakademie zur „Bewässerung im Haus und Kleingarten“, der kostenfrei als Download abrufbar ist (unten verlinkt).

Save the date: Tag der offenen Tür am 05.07.
Am Sonntag, den 05. Juli 2026, findet wieder der beliebte Tag der offenen Tür der LWG statt! An den Standorten in Veitshöchheim und Thüngersheim gibt es von 9 bis 16 Uhr ein vielseitiges Programm für alle Gartenfans. Das Motto lautet „Vielfalt. Innovation“. Es gibt Führungen, Vorträge und Mitmachaktionen – auch für die Kleinen! Mehr Infos gibt es über den unten stehenden Link.

Ein Gerät zur Bewässerung ist in einem Beet

Claudia Schönmüller
© LWG Veitshöchheim

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