Pressemitteilung - 26. Januar 2026
Gute Lagerbedingungen schaffen: Wintervorräte optimal lagern
Damit sich die Wintervorräte lange halten, benötigen sie gute Lagerbedingungen. Knackiges Obst und Gemüse während der kalten Jahreszeit liefern gesunde Frische. Wenn die Ernte aus dem Garten kommt, dann ist das unschlagbar regional. Bei Lagerhaltung denken viele direkt an kühle Keller. Doch für einige Nutzpflanzen ist das Beet genau das richtige Winterlager. Sie trotzen den ganzen Winter über dem Frost und können frisch aus dem Garten geerntet werden. Die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) in Veitshöchheim hat Tipps für gute Lagerbedingungen, damit Obst und Gemüse als Vorräte im Winter lange frisch bleiben.
Gartenbeete lange nutzen
Kälteunempfindliche Gemüse lassen Sie am besten so lange wie möglich im Beet stehen. An milden Tagen wachsen die Pflanzen oft noch. Wintersalate, Wurzel- und Knollengemüse vertragen sogar leichte Fröste. Mit einem Vlies lassen sich die Pflanzen zusätzlich schützen. Grün- und Rosenkohl, Lauch und Feldsalat überdauern im Garten auch ohne Schutz. Eine Schneedecke schadet nicht, sondern wirkt wie ein Wärmekissen, unter dem die Pflanzen intakt und frisch bleiben.
Erntegut einlagern
Für eine Lagerung über einen längeren Zeitraum eignet sich nur gesundes Herbst- und Wintergemüse sowie Äpfel ohne Verletzungen, Schimmel-, Faulstellen oder andere Schädigungen. Kühle und nicht zu trockene Lagerbedingungen sind nötig, um geerntetes Obst und Gemüse lang frisch zu halten. Lehm- und Erdkeller gibt es heute kaum mehr. Moderne Keller sind in der Regel zu warm und zu trocken. Nutzen Sie daher die kühlsten Möglichkeiten: Schuppen, Garage, schattige Balkone oder Kellerschächte. Lagerbehältnisse können mit gelochter Folie oder Zeitungspapier abgedeckt werden, um das Austrocknen des Erntegutes zu reduzieren. Wird es kalt und sinken die Außentemperaturen unter minus vier Grad, schützen eine Decke, mehrere Lagen Zeitungspapier, Jutesäcke oder ähnliches noch eine Zeit lang. Zudem wirken diese luftdurchlässigen Materialien gegen rasche Temperaturschwankungen.
Erdmieten sind wieder im Trend
Boxen, größere Gefäße, ausrangierte Waschmaschinentrommeln oder ähnliches werden als Erdmieten in den Boden eingegraben. Eine Abdeckung mit Deckeln oder Gittern schützt vor Mäusefraß. Das Lagergut selbst bekommt eine Bedeckung aus trockenem Stroh zum Luftaustausch und eventuell trockene Erde oder trockenen Sand. Wem nur relativ warme Räume zum Lagern bleiben, der kann zum Aufbewahren große Plastiktüten verwenden. Sie verhindern ein schnelles Austrocknen und verzögern das Nachreifen. Wenige kleine Schlitze oder Löcher mit einer Stricknadel sorgen für den nötigen Luft- und Feuchtigkeitsaustausch.
Grundsätzliche Lagertipps
Lagern Sie Gemüse und Kartoffeln nicht zusammen mit Obst. Besonders Äpfel bilden das Reifegas Ethylen, was Kartoffeln austreiben und Gemüse schneller welken lässt. Übrigens werden Kartoffeln nicht unter fünf Grad Celsius gelagert, da sie sonst Stärke in Zucker umbauen. Wo möglich, werden späte Apfelsorten getrennt von den bereits eingelagerten früheren Äpfeln und Birnen aufbewahrt. Kontrollieren Sie alle paar Tage Ihr Vorratslager! Krankes und Faules wird gleich aussortiert, um eine Ansteckung zu verhindern. Beugen Sie Mäusefraß vor, indem Sie Fallen aufstellen. Früher reifende Apfelsorten essen und verarbeiten Sie stets zuerst. Dann profitieren Sie im Frühjahr möglichst lange von den besser haltbaren Lagersorten. Bei Kernobst, Wurzel- und Knollengemüse empfiehlt es sich, zunächst kleinere Exemplare zu verwerten. Durch ein gewisses Schrumpfen zum Lagerungsende lassen sie sich vergleichsweise schwieriger schälen als große Ware.

