Gartentipp
Asternblüten im Sommer? – Die Schönaster macht‘s möglich
15. Juni 2026
Astern gehören zum Herbst, doch Asternblüten schon im (Hoch-)Sommer? Mit der Staude des Jahres 2026 ist dies möglich. Es ist die Schönaster (Kalimeris), deren Korbblüten zahlreiche Insekten anlocken. Die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie stellen die wertvolle Staude vor.
Pflegeleichte Staude
Wer eine sommerblühende und pflegeleichte Staude für den Garten sucht, ist mit der Schönaster gut beraten. Diese recht unbekannte Schönheit punktet mit ihren Stärken. Zu diesen gehört auf alle Fälle ihre Pflegeleichtigkeit. Sie eignet sich deshalb für Anfänger und Profi-Gartengestalter gleichermaßen. Kalimeris verträgt vieles. Sie wächst in der Sonne und im Halbschatten, in der Freifläche und am Gehölzrand. Bei entsprechender Feuchtigkeit kommt sie noch mit Wurzeldruck zurecht und auch ärmere Böden verträgt sie gut. Abgeblühtes kann an der Pflanze bleiben. Wie eine typische Staude wird die Schönaster im Spätherbst, besser noch im Frühjahr, zurückgeschnitten, wenn sie total verbräunt ist. Beim naturnahen Gärtnern schneidet man sowieso erst im Frühjahr zurück, wenn die Staude mit dem Austreiben beginnt. Bis dahin können die trockenen Stängel und Blütenreste Unterschlupf- und Überwinterungsmöglichkeiten für Kleinlebewesen bieten.
Vielseitigkeit
Während ihrer Blütezeit von Juni bis September zieht die Schönaster unzählige Insekten an, die sich um die Blüten tummeln. Bis zu 46 verschiedene Wildbienenarten finden dort Nahrung. Auch in Blumensträußen macht die Schönaster eine gute Figur. Die kleinen und farblich unaufdringlichen Blüten, die auf den starken Verzweigungen sitzen, wirken wie eine filigrane Wolke inmitten anderer bunter Blüten. Von Schönastern (Kalimeris) findet man nur wenige Arten und Sorten. Sie ist noch weitgehend ursprünglich und nicht durchgezüchtet wie Astern. Im Beet lässt sie sich gut mit Rosen kombinieren. Je nach Standort sind auch Gräser, Blutweiderich, Echinacea, Rudbeckie, Blumenzwiebeln wie Zierlauch gute Nachbarpflanzen.
Allgemeine Infos zu Kalimeris
Die sommerblühende Schönaster gehört wie die herbstblühenden Astern zu den Korbblütlern (Asteraceae). Doch ist sie keine Aster, sondern eine eigene Gattung: Kalimeris. Sie ähnelt vor allem der Wildaster Aster ageratoides. Ihre Blüten sitzen jedoch etwa 20 cm höher und nicht direkt am Laub, weshalb sie eine gewisse Luft- und Leichtigkeit sowie Transparenz ausstrahlen. Durch die relativ kleinen Blüten wirken diese wie Blütenwolken in weiß oder helllila. Kalimeris ist mit Höhen von maximal 80 cm aufgrund ihrer festen Stängel sehr standfest.
Bekannt sind Kalimeris incisa mit einer Höhe von ca. 60 bis 80 cm und weißen Blüten, Kalimeris mongolica ‘Antonia‘ mit dunkelster Blütenfarbe blauviolett, Kalimeris ‘Madiva‘ trägt helllila Blüten. Die weißen Blüten der Japanaster Kalimeris pinnatifolia var. hortensis sind leicht gefüllt und erinnern an die Blüten von Mutterkraut. Gepflanzt wird vorzugsweise im Herbst, auch Frühjahr ist möglich. Die Schönaster wächst horstig und bildet keine Ausläufer. Damit sie blühfreudig und wüchsig bleibt, teilt man sie alle paar Jahre. So erhält und verbessert man ihre Vitalität und Blühleistung.
Die Schönaster ist eine Klimaheldin. Sie bleibt auch bei starkem Wetterwechsel widerstandsfähig und kommt mit Wechsel von Hitze und Starkregen gut zurecht. Schnecken finden übrigens keinen Gefallen an ihr.
Aufgrund ihrer vielen Vorzüge sieht man die pflegeleichte und robuste Staude vielleicht nun öfter in den Gärten. Sie hat in den letzten Jahren an Beliebtheit gewonnen und ist jedem zu empfehlen, der Asternblüten mag.

