Gartentipp
Verfrühte Dahlienblüte
23. Februar 2026

Dahlien sind beliebte Sommerblumen im Garten, da sie über einen längeren Zeitraum prachtvolle Blüten bilden, die auch in der Vase lange halten. Allerdings sind die Knollen frostempfindlich, so dass sie jedes Jahr im Herbst ausgegraben und im Frühjahr wieder neu gepflanzt werden. Treibt man die Dahlienknollen vor, so haben die Pflanzen einen Wachstumsvorsprung, wissen die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie.

Wer die Möglichkeit zum Überwintern der Knollen hat, wird sich bei der Fülle der Dahliensorten immer wieder andere Sorten dazu holen. Im zeitigen Frühjahr sind die Auswahl und das Angebot bei den Händlern noch groß.

Riesige Dahlien-Auswahl

Dahlien sind keineswegs nur Pflanzen der älteren Generation. Durch die Sortimentsvielfalt trifft man sie wieder in vielen Gärten auf dem Land und in der Stadt an. Mit verschiedensten Blütenfarben und -formen sowie den unterschiedlichen Wuchshöhen schmücken sie ganze Beete oder füllen Lücken zwischen Prachtstauden. Kompakt wachsende Sorten eignen sich auch für Kübel und Balkonkästen. Dahlienblühen im (Spät-)Sommer und Herbst bis zum Frost. Beliebt sind die lange haltbaren Blüten auch als Vasenschmuck, gerne auch in Kombination mit anderen Sommerblumen. Zudem regt der regelmäßige Schnitt die Neubildung von Blütenknospen an. Viele Dahlienblüten, vor allem bei den ungefüllten oder wenig gefüllten Sorten, bilden Pollen und Nektar und ziehen unterschiedliche Insekten an.

Vorziehen schafft Vorsprung

Normalerweise werden die frostempfindlichen Knollen der Dahlien etwa Ende April, in kalten Regionen gar erst nach den Eisheiligen Mitte Mai, in den Gartenboden gepflanzt. Stärkere Fröste sollten dann nicht mehr zu erwarten sein. Zudem besitzt der Boden meist noch ausreichend Feuchtigkeit, damit die Knollen gut austreiben können, bevor der trockene Sommer kommt. (Bei Bodentrockenheit nutzt kräftiges Angießen.) Nach einigen Wochen schieben die ersten grünen Spitzen aus dem Boden. Leider sind sie ein sehr willkommenes Schneckenfutter und benötigen rechtzeitig Schutz. Etwa ab Mitte Juli freut man sich über erste Blüten.

Sie wollen nicht so lange warten? Dann ziehen Sie die Dahlienknollen in Töpfen vor. Geschieht dies noch im Februar oder Anfang März, dann blühen die Dahlien schon ein paar Wochen früher im Sommer. Somit verlängert sich die Blütezeit bis zum ersten Frost im Herbst. Möchten Sie die Dahlien auch den Sommer über in Gefäßen kultivieren, verwenden Sie gleich die richtige Topfgröße. Ansonsten benötigen Sie Blumenerde und eine Topfgröße, in der die schrumpeligen Knollen gerade so hineinpassen. Großes Knollengewirr können Sie auch teilen. Verwenden Sie gesunde, unverletzte und kräftige Teile. Beim Pflanzen bedecken Sie die Knollen mit wenigen Zentimetern Substrat. Dabei weisen die verdickten Knollen nach unten und der abgeschnittene Stängel nach oben. Dann gießen Sie den Topf und stellen ihn hell auf eine kühle Fensterbank, in ein frostfreies Frühbeet oder Gewächshaus. Bis zum Auspflanzen im Mai haben sich kräftige grüne Triebe entwickelt, die für Schnecken weniger attraktiv sind. Kappen Sie später die Triebspitzen, bleiben die Pflanzen etwas kompakter und verzweigen sich zusätzlich.

Dahlien im Freiland überwintern?

Normalerweise gräbt man die Dahlienknollen im Herbst, kurz nach den ersten leichten Frösten aus und lagert sie an einem frostfreien Ort. Dies ist oft sehr mühsam, besonders, wenn man viele Exemplare besitzt. In wintermilden Gebieten kann man versuchen die Dahlien im Beet zu überwintern. Allerdings benötigen Sie dort Winterschutz. Abdeckungen mit Stroh, Laub, Vlies etc. sind denkbar. Allerdings fühlen sich Mäuse dort wohl und knabbern gerne die Knollen an. Bei zu nassem Boden faulen leider oft die Knollen. Bei steigenden Temperaturen entfernt man den Winterschutz. Eine Vliesabdeckung ab März/April hält dann den Boden wärmer und gibt den Trieben einen Vorsprung. Ein Versuch ist es allemal wert, denn überwinterte Knollen treiben ebenfalls oft frühzeitig aus und bilden kräftige grüne Triebe.