Gartencast
Start in eine neue Gemüsesaison
1. April 2025

Der März mit teilweise sehr milden Temperaturen hat schon in warmen Gegenden und geschützten Stellen zu ersten Bepflanzungen im Kleingewächshaus, Frühbeetkasten oder abdeckbarem Hochbeet angeregt. Wenngleich der April auch kalte Tage oder gar Nachtfröste beschert, ist die Zeit gekommen, um im Gemüsegarten richtig loszulegen, meinen die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie.

Start in eine neue Gemüsesaison

Letzte Bodenvorbereitungen

Die Gartenbeete werden vorbereitet, sobald der Boden abgetrocknet ist. Dies ist der Fall, wenn an den Gartengeräten keine Erde anhaften bleibt. Nach dem Jäten überwinterter Unkräuter, dem Ausbringen von Kompost (ca. drei Liter pro qm) wird der Boden mit dem Rechen geebnet und die Beete wie auch die Wege eingeteilt. Dann können die Aussaaten und Pflanzungen im Freiland jederzeit witterungsabhängig im Laufe des Aprils vorgenommen werden, sobald sich der Boden erwärmt hat.

Pflanzen und Säen im April

Jetzt ist die Direktaussaat von Möhren, Pastinaken, Schwarzwurzeln, Rote Bete, Spinat, Radies, Rettich, Erbsen, Mangold, Petersilie, den verschiedenen Kohl- und Salatarten sowie das Stecken von Jungzwiebeln im Beet möglich. Kartoffel gelangen einige cm unter den Boden, was sie bis zum Ausbilden der ersten Triebe vor Frost schützt. An vorgekeimten Knollen erscheinen sie schon nach etwa vier Wochen.

Nun dürfen auch Jungpflanzen von Salaten, Kohlrabi und Frühkohl ins Freiland gesetzt werden, während es für die wärmeliebenden Gemüsearten noch zu zeitig ist. Ein Abdecken von Saat- und Pflanzbeeten mit Vlies lässt den Boden besser erwärmen, was eine zügige Keimung und schnelleres Wachstum bewirkt. Außerdem hält es Vögel und Katzen ab. Allerdings müssen die zarten Pflanzen und die ersten Keimlinge auch unter Vlies ständig auf Schneckenfraß kontrolliert werden.

Wärmeliebendes Gemüse muss noch warten

Gurken, Zucchini, Kürbis, Bohnen dürfen jetzt noch nicht direkt ins Freie gesät, aber indoor vorgezogen werden. Mitte bis Ende April in Töpfchen gesät, warm und hell gestellt, keimen sie gut, bevor sie dann bei warmem Wetter tagsüber draußen weiterwachsen können und über Nacht ins Haus kommen. So erreichen sie abgehärtet bis zum Auspflanzen nach den Eisheiligen eine gute Pflanzenqualität und nehmen einen Wachstumsvorsprung mit, der eine frühzeitigere Ernte ermöglicht.

Vorziehen von Pflanzen

Die bereits Ende Januar gesäten Paprika werden umgetopft, sowie die im März gesäten Tomaten pikiert, d.h. in größere Gefäße und dabei tiefer in das Substrat gesetzt. Es lohnt sich, auch Kartoffel für einen Start im Mai jetzt noch vorzukeimen, indem sie warm stehen. Süßkartoffel lassen sich leicht über Stecklinge vermehren. Sind hiervon keine Jungpflanzen vorhanden, von denen laufend Stecklinge geschnitten werden können, kauft man eine kleine Knolle, legt diese in ein feuchtes Substrat an einen warmen Platz, sodass sie austreiben kann. Da die wärmeliebenden Süßkartoffeln erst Ende Mai oder Anfang Juni ins Beet gepflanzt werden, wachsen die Stecklinge bis dahin kräftig.

Erste Kräuter nutzen

Neben überwinterter Petersilie, ausgetriebenem Schnittlauch und Sauerampfer können Wildkräuter wie Knoblauchsrauke, Bärlauch, Behaartes Schaumkraut, aber auch zarte, junge Giersch-, Löwenzahn- und Brennnesselblättchen in Speisen und Suppen integriert werden. Rosmarin, Thymian, Salbei sind ganzjährig verfügbar.
Der Saisonkalender (Gemüse im Gartenjahr) für die verschiedensten Gemüsearten gibt an, wann Sie säen bzw. pflanzen, sowie ernten können. Diesen und weitere Hinweise zum Gemüseanbau finden Sie unter den Infoschriften der Bayerischen Gartenakademie.

Infoschriften zu Gemüse