Forschungsvorhaben und Projekte

Hier finden Sie Informationsmaterial zu aktuellen Forschungsvorhaben und Projekte.

Forschung- und Innovationsprojekt
KliBi: Analyse von Einflussfaktoren des Klimawandels auf die Imkerei in Bayern und Entwicklung von Handlungsoptionen für die Imkerschaft

Ein Datenlogger liegt in einem Bienenvolk in einer Holzbeute. Der Datenlogger ist zwischen dem gedämmten Deckel und den Rähmchenoberträgern angeordnet.

Honigbienen können durch verschiedene Verhaltensweisen das Klima im Bienenstock beeinflussen und äußeren Einflüssen hinsichtlich Temperatur und Luftfeuchtigkeit aktiv entgegenwirken. Allerdings sind dieser Fähigkeit Grenzen gesetzt. Zudem stellt die Regulation der klimatischen Bedingungen im Bienenstock eine enorme Belastung für einzelne Tiere, sowie für das gesamte Bienenvolk dar.

Daher wirken sich mit dem Klimawandel einhergehende Extremwetterereignisse, wie Hitzeperioden mit bis zu 40 °C, Starkregenereignisse oder lange Trockenphasen, zwangsläufig auf die Lebensbedingungen von Honigbienenvölkern und damit auch auf deren Bewirtschaftung sowie die Betriebsweisen in der Imkerei aus.  Mehr

Forschung- und Innovationsprojekt
VIBEE: Etablierung digitaler Indikatoren der Bienenvitalität in Agrarlandschaften

Bienen fliegen in das Flugloch einer Magazinbeute. In das Flugloch ist ein Zählgerät integriert.

In dem Verbundprojekt mit Partnern aus den Bereichen Ökosystemanalysen, Agrarökologie, Umweltforschung, Prüfeinrichtung für Pflanzenschutz und Bieneninstitute werden digitale Werkzeuge in praktische Anwendungen gebracht. Zum Einsatz kommen hierbei elektronische Zähler, die die Flugaktivität von Bienenvölkern automatisiert erfassen, automatisierte Bienenstockwaagen und eine darauf abgestimmte Software die die Ableitung der erfassten Daten in geeignete imkerliche Praktiken ermöglicht.  Mehr

Forschung- und Innovationsprojekt
Verbundprojekt „NutriBee“

Ein Traktor mit Spritzgestänge bringt ein Fungizid in einem gelb blühendem Rapsfeld aus.

In Zusammenarbeit mit verschiedenen Instituten (LAB Hohenheim, BI Celle, Ruhr-Universität Bochum, JKI Braunschweig und weiteren) wurde im Herbst 2021 das Projekt „NutriBee“ begonnen. Ziel dieses Projektes ist es den Einfluss verschiedener Faktoren bzw. Stressoren (Pollenentzug, Fungizidbehandlung der Trachtpflanzen, Volkgröße) auf die Bienengesundheit und Volksentwicklung zu untersuchen.  Mehr

Forschung- und Innovationsprojekt
ZUFI – Zukunftsfähige Imkerei

Zu sehen sind zwei Imker, die an einem geöffnetem Bienenvolk arbeiten.

Über 42.000 Imkerinnen und Imker sind in den bayerischen Imkerlandesverbänden organisiert. Ein Großteil dieser Imkereien werden als Freitzeitimkereien betrieben, weniger als ein Prozent der Betriebe sind Erwerbsimkereien. Allerdings gibt viele Imkereien, die an der Grenze von der Freizeitimkerei zum Nebenerwerb arbeiten und sich weiterentwickeln möchten.
Ziel des Projektes ist es, Imkereien unterschiedlicher Größe und Ausrichtung betriebswirtschaftlich orientierte Entscheidungshilfen an die Hand zu geben.  Mehr

Forschung- und Innovationsprojekt
Klimabäume – Bienenbäume der Zukunft?

Eine Mitarbeiterin des Bieneninstitutes hält ein Zählrahmen vor einen Lindenbaum.

Bäume prägen unser Stadtbild. Sie haben nicht nur einen ästhetischen Wert und Schattenfunktion, sie stellen Nahrungsquellen und Lebensräume für viele Tiere dar. Aber nicht jede Baumart ist für die Stadt geeignet. Versiegelung, Streusalz, Trockenheit im Sommer, starke Abkühlung im Winter stellen besondere Anforderungen an den Baum. Diese Anforderungen sind in den letzten Jahren durch den Klimawandel noch gestiegen. Neben der Trockenheit leiden die Bäume auch unter neuen Schädlingen.  Mehr

Forschung- und Innovationsprojekt
Begleituntersuchung im Rahmen der Bekämpfung von Blattläusen in der Zuckerrübe unter Einsatz von Cruiser 600 FS mit dem Wirkstoff Thiamethoxam

Eine Landmaschine fährt über einen Ancker. Im Hintergund stehen Bienenvölker am Feldrand.

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat eine Notfallzulassung zur begrenzten Saatgutbehandlung von Zuckerrübensaatgut gegen Blattläuse, die Vergilbungsviren übertragen, mit Cruiser 600 FS (Wirkstoff: Thiamethoxam) und anschließender Aussaat vom 1. Januar 2021 bis 30. April 2021 erteilt.
Im Rahmen eines begleitenden Monitorings untersuchte das Institut für Bienenkunde und Imkerei ob Honigbienenvölker, die direkt an Flächen aufgestellt wurden, auf denen gebeiztes Saatgut ausgebracht wurde, mit dem Wirkstoff in Kontakt kommen. Mögliche Auswirkungen auf die Bienenvölker wurden durch die Erfassung der Mortalität am Flugloch, der Populationsentwicklung und durch die Analyse von heimkehrenden Sammlerinnen auf Rückstände bestimmt.  Mehr

Forschung- und Innovationsprojekt
Späte Trachten

Honigbiene auf Phacelia-Blüte

Der landwirtschaftliche Anbau von Zwischenfrüchten wie Phacelia und Gelbsenf kann je nach Umfang das Trachtangebot von Honigbienen bis spät in den Herbst hinein verlängern. Auch spät blühende Pflanzen wie das Drüsige Springkraut oder Efeu können je nach Region eine nennenswerte Spättracht darstellen. Eine späte Pollen- und Nektarverfügbarkeit in größerem Umfang wird von der Imkerschaft allerdings unterschiedlich bewertet.  Mehr

Forschungs- und Innovationsprojekt
"BeeWarned" - Das Frühwarnsystem für exotische Bienenschädlinge in Bayern, den Kleinen Beutenkäfer (Aethina tumida) und die Asiatische Hornisse (Vespa velutina)

Eine Asiatische Hornisse fliegt vor dem Eingang eines Honigbienenvolkes

Seit 40 Jahren ist unsere Honigbiene (Apis mellifera) durch die Varroamilbe (Varroa destructor) erheblich in Mitleidenschaft gezogen worden. Nun wird seit einigen Jahren die Ausbreitung des Kleinen Beutenkäfers (Aethina tumida) und der Asiatischen Hornisse (Vespa velutina) in Europa beobachtet. Diese Bienenparasiten können ebenfalls enorme Schäden bei Honigbienen verursachen. Zum 01. Mai 2017 startete deshalb ein Forschungsprojekt, um ein bayernweites Frühwarnsystem für beide Schädlinge zu etablieren. Darüber hinaus werden Verhaltensrichtlinien für den Fall des Auftretens der genannten Schädlinge erarbeitet und entsprechende Schulungen vorgenommen.  Mehr

Forschungs- und Innovationsprojekt
Winterbiene: Verbesserung des Nahrungsangebotes durch Präriestaudenmischungen

Eine Hummel sitzt auf einer blühenden Staudensonnenblume die auf einem Feld voller Blumen steht

Im Rahmen des Forschungsprojektes wird die Eignung spätblühender Präriestaudenmischungen als Substrat für die Biogasproduktion untersucht und eine Evaluierung der Mischungen als Nektar- und Pollenquelle für Bienen und andere blütenbesuchende Insekten durchgeführt. So verfügen beispielsweise spätblühende Präriestauden aufgrund ihrer extremen Massewüchsigkeit über ein hohes Ertragspotenzial und lassen daher hohe Methanausbeuten erwarten. Gleichzeitig liefern sie aufgrund ihrer langen Blühdauer bis Mitte Oktober Pollen und Nektar zu einer Jahreszeit, in der das Nahrungsangebot für Blütenbesucher sonst sehr begrenzt ist.  Mehr

Forschung- und Innovationsprojekt
Untersuchungen zur Gefährdung von Bienenvölkern bei Bekämpfung des Schwammspinners (Lymantria dispar) in kahlfraßgefährdeten Eichen- und Eichenmischwäldern mit Mimic ®

In einem Eichenwald stehen Bienenkästen mit Kästen vor dem Flugloch, welche den Bienentotenfall sammeln.

Der Schwammspinner (Lymantria dispar) gehört mit den Frostspannern, Eichenwicklern und Frühlingseulen zur „Eichenfraßgesellschaft“. Seit Anfang der 90er Jahre kam es in fränkischen Eichenbeständen immer wieder zu Massenvermehrungen, die durch warme und trockene Witterung begünstigt wird. Folge ist ein Kahlfressen von Eichen- und Eichenmischwäldern im Frühjahr.
An Standorten mit Massenvermehrungen wurde 2020 das Präparat Mimic® mit dem Wirkstoff Tebufenozid ausgebracht. Tebufenozid wirkt bei Schmetterlingslarven als Häutungsbeschleuniger und ist als bienenungefährlich (B4) eingestuft.
Das Institut für Bienenkunde und Imkerei der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau, die Abteilung Waldschutz der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft, der Tiergesundheitsdienst Bayern e.V. und das Institut für Bienenschutz des Julius Kühn-Instituts haben in einem Kooperationsprojekt im 2020 überprüft, ob Bienenvölker im Behandlungsgebiet mit dem Wirkstoff in Kontakt kommen und das zeitweise Verschließen der Fluglöcher den Wirkstoffeintrag reduzieren kann.

Die Ergebnisse des Projektes wurden auf der 68. Jahrestagung der Institute für Bienenforschung e.V. vorgestellt und in LWF Wissen veröffentlicht. 

Forschungs- und Innovationsprojekt
Deutsches BienenMonitoring (DeBiMo)

verdeckelte Brutwabe eines gesunden Bienenvolkes

Im Rahmen des Deutschen BienenMonitorings (DeBiMo) werden seit 2004 bundesweit gesundheitsrelevante Parameter von Honigbienenvölkern systematisch erfasst. Ziel des DeBiMos ist es, jährlich einen aktuellen und umfassenden Überblick über die Situation der Bienenhaltung und den Zustand der Bienenvölker in Deutschland zu geben. Die Langzeitdaten zur Belastung der Bienen mit Parasiten und Pathogenen, Rückständen von Pflanzenschutzmitteln oder Haltungsbedingungen, sind Grundlage für eine nachhaltige Beratung der Imker/innen. Nicht nur zur Vermeidung von Totalverlusten, sondern auch zum Erhalt vitaler Bienenvölker. An diesem Kooperationsprojekt beteiligen sich bundesweit aktuell sieben Bieneninstitute und über 100 Imkereien. 

Weitere Informationen, Berichte und Publikationen zum DeBiMo Externer Link

Forschungs- und Innovationsprojekt
TrachtNet

Gewichtsverlauf einer Trachtwaage

Das TrachtNet ist ein Kooperationsprojekt der Bieneninstitute in Rheinland‐Pfalz, Hessen und Bayern. Zielsetzung ist der Aufbau eines deutschlandweiten Messnetzsystems über automatisierte Bienenstockwaagen. Das Messnetz dient der deskriptiven Beschreibung von Trachtverläufen im Vergleich unterschiedlicher Regionen und Landschaftsräume.  Mehr