Erzeugung gestalten - Arten erhalten
Biodiversität im Weinbau

Lila-blau blühende Pflanzen auf dem Streifen zwischen Weg und Reben, dahinter stehen die Reben
Die Biodiversität in den Weinbauflächen lebt vom Strukturreichtum der Weinberge. Gerade die trockenheißen Rebhänge bieten einer besonderen Fauna und Flora einen Lebensraum. Diesen zu erhalten und weiter zu entwickeln ist eine Aufgabe unserer Zeit.
Neben der Rebe selbst bietet der Weinberg unterschiedliche Begrünungen in den Rebgassen, an den Randstreifen und auf weiteren Freiflächen als Nahrungsquelle und Wohnraum für Weinbergsbewohner an. Daneben nutzen zahlreiche Tiere Bereiche offenen Bodens, sandiger Stellen oder geschotterte Wege. Weinbergsmauern, anstehender Fels und Lesesteinhaufen oder Steinriegel bieten vor allem sehr wärmeliebenden Pflanzen und Tieren ein geeignetes Habitat. Hecken und Einzelbäume, sowie angrenzende Streuobstwiesen und Waldränder erweitern den Lebensbereich Weinberg.

Aktuelles

Pflanze des Monats
Echter Dost (Origanum vulgare) – Gute Laune zum Essen

fast kugelig, dicht gedrängt stehen die kleinen rosa Blüten zusammen

Das Essen glücklich machen kann, weiß man spätestens nach dem Genuss von Schokolade. Leider hält dieses Glücksgefühl maximal solange an, bis man das nächste Mal auf die Waage steigt. Da wäre eine kalorienarme Variante mit gleicher Wirkung doch wünschenswert. Dies bietet uns der Echte Dost, der nicht umsonst im Volksmund auch Wohlgemut genannt wird.  Mehr

weitere Bewohner des Weinbergs

Tier des Monats (September)
Rotflügelige Ödlandschrecke – Meister der Tarnung

Rotflügelige Ödlandschrecke (Oedipoda germanica) im Flug, die roten Hinterflügel sind gut sichtbar

Huch, was war denn das? Aus dem Nichts erscheinen zwei rote Flecken vor einem in der Luft, um gleich darauf wieder zu verschwinden. Sucht man nach dem Verursacher, ist nichts zu erkennen. Macht man jedoch den nächsten Schritt, wiederholt sich das Schauspiel. Wer zurzeit in den Weinbergen des Thüngersheimer Scharlachbergs spazieren geht, kann dies selbst erleben  Mehr

Tier des Monats (August)
Fliegende Schachbretter im Weinberg?

Ein Schachbrettfalter mit dem charakteristischen Karomuster auf einer Blüte.

Fliegende Schachbretter sind keine Freizeitbeschäftigung für Zauberer, sondern ein ganz besonderes Schauspiel, das ab Mitte Juni auf blumenreichen, mageren Wiesen und Wegrändern beobachtet werden kann. So ist die einzigartige Zeichnung der Flügel bezeichnend für den Schachbrettfalter (Melanargia galathea) - Schmetterling des Jahres 2019.  Mehr

Pflanze des Monats (Juli)
Gemeiner Natternkopf – bei dieser Pflanze stehen Blütenbesucher Schlange

Nahaufnahme eines Teils des Blütenstandes mit blauen Blüten aus denen der wie eine Schlangenzunge gespaltene Griffel herausragt

Werden Blauer Heinrich und Starrer Hansl im Weinberg gesehen, bedeutet dies nicht, dass zwei fränkische Originale ein Trinkgelage abhalten. Vielmehr ist der Gemeine Natternkopf gemeint, der mit seinen blauen Blütenständen die Weinberge prägt.

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Pflanze des Monats (Juni)
Rosen – empfindliche Eleganz am Weinbergsrand

Eine erst pink, beim weiteren Öffnen der Blüten gelb blühende Rose steht am Endstickel einer Rebzeile

Beim Spaziergang durch die Weinberge wird man vielerorts von Rosenduft begleitet. Heute tragen Rosen zur Attraktivität des Weinlandes Bayern bei, doch ursprünglich übernahmen sie für die Winzer eine wichtige Aufgabe.  Mehr

Tier des Monats (Juni)
Marienkäfer – gefräßiges Glückssymbol

Ein 7-Punkt-Marienkäfer sitzt auf einer Kartoffelpflanze

Jedes Kind (er-)kennt den Marienkäfer mit seiner halbkugeligen Gestalt und den glänzenden roten Flügeldecken mit den schwarzen Punkten. Als beliebtes Glücksymbol ziert er Glückwunschkarten. Doch eigentlich gibt es „den“ Marienkäfer gar nicht…  Mehr

Pflanze des Monats (Mai)
Der Wiesensalbei (Salvia pratensis) - Würze und Raffinesse am Wegesrand

Die blauen Blüten des Wiesensalbeis vor dem frischen Grün der Reben

Schon beim Zerreiben der Blätter nimmt man den angenehm aromatischen Duft des Wiesen-Salbeis wahr. Dank des hohen Wuchses ist der Wiesen-Salbei mit seinen blau-violetten Blüten schon von weitem zu erkennen.  Mehr

Tier des Monats (Mai)
Rostrote Mauerbiene - ein fürsorglicher Kulturfolger

Die kleine rostrote Mauerbiene hat ihren Namen von der Färbung ihres Hinteleibs, dessen Ende jedoch schwarz gefärbt ist. Sie sitz hier auf einem Gänseblümchen

Was haben Flöte, Auspuffrohr und Türschloss gemeinsam? Keine andere Art zeigt eine derart hohe Flexibilität bei der Wahl ihrer Nistplätze wie die Rostrote Mauerbiene. Natürlicherweise werden Hohlräume in Totholz, hohlen Stängeln, etc. besiedelt.  Mehr

Pflanze des Monats (April)
Ein Bergmännchen im Weinberg

Ein Büschel blau blühender Weinbergs-Traubenhyazinthen mit Rebstöcken im Hintergrund

Den hübschen blauen Blüten, von denen bis zu 40 Stück am Ende des Blumenstängels in einer Traube stehen, verdanken die Traubenhyazinthen (Muscari) ihre Spitznamen: Bergmännchen, Bauernbübchen oder auch Schlotfeger. Die zu den Spargelgewächsen gehörende Gattung der Traubenhyazinthen kann man zwischen März und Mai an sonnigen und warmen Standorten bewundern.  Mehr

Tier des Monats (April)
Dunkle Erdhummeln – fleißige Untermieter im Weinberg

Eine dunkle Erdhummel sitzt auf einer rosafarbenen Distelblüte

Zurzeit kann man die Königinnen der Dunklen Erdhummel (Bombus terrestris) auf der Suche nach einem geeigneten Nestplatz beobachten. Sehr gerne „mieten“ sich die pelzigen Brummer in verlassenen Kleinsäugerbauten von Mäusen oder Maulwürfen ein.   Mehr

Pflanze des Monats (März)
Die Zwetschge: Ein Obstbaum mit Geschichte

Reife Zwetschgen hängen an einem Baum.

Ob als Destillat, Kuchen, Gelee oder einfach nur zum Naschen direkt vom Baum: Die Zwetschge schmeckt bei jeder Gelegenheit und fühlt sich auch im Weinberg zu Hause. Gerade zur Blütezeit im April bieten Zwetschgenbäume nektar- und pollensuchenden Insekten reichhaltig Nahrung und dienen Vögeln und Fledermäusen zudem Sitz-, Jagd- und Brutplätze.  Mehr

Tier des Monats (Februar)
Die Feldlerche: Ein seltener Opernstar im Weinberg

Eine Feldlerche im Flug in der Luft.

Ihr Name weist bereits darauf hin, der natürliche Lebensraum der Feldlerche ist die offene Kulturlandschaft mit Wiesen, Feldern und Brachflächen. Perfekt getarnt mit braunem Gefieder bemerkt man Feldlerchen erst, wenn sie unvermittelt auffliegen, oder mit ihrem unverwechselbaren "Gesang" auf sich aufmerksam machen. Eine kleine Kostprobe gefällig?  Mehr

Vielfalt fördern

Biodiversität
Blühende Vielfalt in den Weinbergen

In der Sonne leuchten blaue Blüten vor dem hellen Grün frisch ausgetriebener Reben

Weinbau und Begrünung gehören schon lange zusammen. Nicht nur der Schutz vor Erosion in den oft sehr steilen Weinbergen veranlasst die Winzer ihre Weinberge zu begrünen. Auch die Anlockung und Etablierung von Nützlingen wie den Raubmilben als Gegenspieler von Kräusel-, Pocken- oder Spinnmilben sind ein wichtiges Argument für den integriert wirtschaftenden Winzer.   Mehr

Biodiversität
Querterrassen statt verbuschter Steillagen

Steile Weinlage durch Mauern in Terrassen gegliedert

Steillagen prägen in vielen Weinbaugebieten die Kulturlandschaft, deren extreme Bedingungenhäufig zur Aufgabe führen. Die alternative Querterrassierung bietet an Böschungen und auf Terrassen Pflanzen und Tieren den notwendigen speziellen Lebensraum.  Mehr

Biodiversität
Modellfläche zur Artenvielfalt im Weinbau

Der Blick geht den Weg entlang auf die herbstlich gefärbten Rebanlagen, die bunten Brachen und den Herbstwald im Hintergrund

In der Weinlage Thüngersheimer Scharlachberg wird ein die einzelnen Weinberge übergreifendes Maßnahmenpaket zur Steigerung der Artenvielfalt entwickelt und umgesetzt, um die höchstmögliche Biodiversität für diesen Standort zu erreichen.  Mehr

Biodiversität trifft Weinbau - ein Streifzug in Bildern

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