
Vom 28. Februar bis 1. März fand erneut ein Wochenend-Zeichenkurs mit dem Leipziger Zeichendozenten Carsten Ivan statt. Die Organisation übernahmen in diesem Jahr Jonas Pflüger und Maximilian Cleusters aus der Technikerklasse Garten- und Landschaftsbau.
Teilgenommen haben insgesamt 18 Lernende aus der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau sowie Gartenbau. Sie haben den Kurs eigenständig finanziert und damit das große Interesse an zusätzlicher zeichnerischer Praxis deutlich gemacht.
Der Kurs lief an beiden Tagen ganztägig, am Samstag sogar bis 18:30 Uhr, weil die Gruppe hochmotiviert weiterarbeiten wollte. Die Atmosphäre war konzentriert, aber zugleich sehr locker und kollegial. Es wurde intensiv gezeichnet, ausprobiert und gemeinsam verbessert, und viele nutzten die Gelegenheit, eigene Skizzen direkt mit Carsten Ivan zu besprechen.
Carsten Ivan entwirft selbst Gärten und bietet verschiedene Zeichen- und Kommunikationskurse für Schülerinnen/Schüler, Geschäftsführung sowie Verantwortungsträger im Galabau an. Sein Ansatz verbindet klassisches Zeichnen mit Kundenkommunikation.
Im Mittelpunkt des Wochenendes stand das perspektivische Skizzieren: Die Teilnehmenden arbeiteten in der 1-Punkt- und 2-Punkt-Perspektive und wagten erste Schritte in der 3-Punkt-Perspektive. Ziel war es, räumliche Situationen schnell, klar und überzeugend darzustellen.
Ergänzend dazu wurden Vegetationsdarstellungen geübt – Bäume, Sträucher und Stauden in unterschiedlichen Stilen – sowie Grundlagen zu Proportionen, Bildaufbau, Schatten und Linienführung vermittelt. Ein kurzer Block zu Rhetorik und Kundenakquise zeigte außerdem, wie Zeichnungen im Gespräch eingesetzt werden können, um Ideen verständlich zu vermitteln und Vertrauen aufzubauen.
Der Kurs hat viele Teilnehmende motiviert, das Zeichnen auch nach der Schulzeit weiterzuführen. Gerade im digitalen Zeitalter wurde spürbar, wie wertvoll das „alte Handwerk“ der freien Skizze bleibt – sei es für Entwürfe, Präsentationen oder den direkten Austausch mit Kunden und Kundinnen. Die positive Resonanz zeigt, dass solche Zusatzangebote die Ausbildung an der Meister- und Technikerschule sinnvoll erweitern und bereichern.
Wir freuen uns, wenn unsere Studierende selbständig organisieren und die Zeit an der Schule nutzen um sich weiterzuentwickeln. Gerne unterstützen wir sie dabei.