Merkblatt
Merkblatt Urban Gardening: Mobil Gärtnern - Kiste, Kübel und Sack

Merkblatt Urban Gardening - Mobil Gärtnern Titelseite

Mit dem Projekt "Urban Gardening: Demonstrationsgärten in Bayern" werden Orte des Austausches und des Wissentransfers in ganz Bayern geschaffen. Begleitend hierzu wurde das Merkblatt "Mobil Gärtnern - Kiste, Kübel und Sack" erstellt. Mit der Verwendung von Pflanzkisten, -kübeln oder -säcken kann der Traum von selbst gezogenen Tomaten, Radieschen, Kartoffeln und Co. auch auf kleinen Flächen wahr werden.

2019, 6 Seiten

Wer selber Gemüse auf dem Balkon, der Terrasse oder im Garten anbaut ist gut beraten, wenn er die Jungpflanzen aus regionalem, umweltfreundlichem und nachhaltigem Anbau bezieht. Viele regionale Gärtnereien bieten auch Bio-Gemüsejungpflanzen in ihren Sortimenten an. Gemüse ist lecker, knackig und gesund, dazu reich an Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen. Der Anbau vor Ort fördert die Frische der Produkte, sodass wichtige Inhaltsstoffe und Vitamine nicht durch lange Transportwege verloren gehen, sondern auf dem Teller ankommen.

Die Pflanzkiste - mobile Alternative

Geeignet sind beispielsweise Gitterkisten aus Kunststoff (lebensmittelecht, z. B. sogenannte „Bäckerkisten“), die sich stapeln lassen. Diese werden mit einem Vlies oder einfach mit Karton ausgelegt, damit die Erde nicht herausfällt und der Wasserablauf gewährleistet ist. Zur Arbeitserleichterung kann man zwei Kisten übereinanderstellen, sodass man eine günstige Arbeitshöhe wie beim Hochbeet erreicht. Bei der Pflanzung ist darauf zu achten, dass nicht zu dicht gepflanzt wird. Vom Gärtner vorgezogene Jungpflanzen entwickeln sich meist zügig und brauchen unterschiedlich viel Platz.
So pflanzt man beispielsweise Salatjungpflanzen immer in einem Abstand von 25-30 cm je nach Salatsorte. Auch Spinat, Kohlrabi, Möhren und Rote Rüben brauchen für eine gute Entwicklung ausreichend Platz. Achten Sie bei der Aussaat auf die Angaben auf der Rückseite der Samentüten. Dort finden sich auch Hinweise zum Aussaat- und Erntezeitpunkt.

Gesund für uns – gut für die Biene

Unterschiedliche Garten- und Küchenkräuter bieten sich für die Kultur in Kisten, Säcken, Kübeln und Balkonkästen an. Einige Sorten wie z. B. Salbei, Thymian und Lavendel sind winterhart und können über viele Jahre für geschmackliche Vielfalt in der Küche sorgen.
Wer etwas Futter für die Bienen vorhalten will, sollte sich Minze, Thymian, Origano, Borretsch oder Strauchbasilikum in die Pflanzkiste setzen. So kann man die kleinen Helfer aktiv unterstützen. Denn: Ohne Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und Co. gäbe es bei vielen Obst- und Gemüsearten keinen Ertrag.