Muskateller-Salbei (Salvia sclarea) lockt Holzbienen an

Holzbiene an Blüte des MuskatellersalbeiZoombild vorhanden

© Nadine Frank

Im Juli gab es in unserem Demonstrationsgarten in Fürth eine besondere Staude zu entdecken, die auch seltene Besucher angelockt hat. Der Muskateller-Salbei, der wie der Echte Salbei (Salvia vulgaris) zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) gehört, hatte seine volle Pracht entfaltet und mit seinen lilafarbenen Blüten viele Insekten und Bienen angelockt.

Darunter konnten wir auch die Holzbiene (Xylocopa violacea) entdecken, die bei uns nur selten zu sehen ist. Fotografiert hat die Wildbienenart unsere Imkerin Nadine Frank und war ganz begeistert über ihre Entdeckung: „Die Holzbienen sind etwas ganz Besonderes und sehr selten anzutreffen. Es ist eine der größten Wildbienen-Arten, sie können bis zu drei Zentimeter groß werden."

Wissenswertes zum Muskateller-Salbei

Er hat seine Heimat vom Mittelmeerraum bis nach Zentralasien. Die meterhohe Staude gehört zu den zweijährigen Pflanzen, die erst im zweiten Jahr rispenartige Blütenstände entwickeln. In großen Pflanzgefäßen ist er auch für Balkon oder Terrasse eine attraktive Bienen- und Insektenweide.

Wie viele Vertreter aus der Gattung Salvia besitzt er heilkräftige Inhaltsstoffe. In der Literatur wird berichtet, dass er in der griechischen und römischen Antike bei Kopfschmerzen eingesetzt wurde.
Auch wurde der Muskateller-Salbei früher zum Aromatisieren von (Wermut-)Wein verwendet. Die würzigen Blätter können außerdem für die Herstellung von Likör oder zum Aromatisieren von Marmelade und Fruchtdesserts verwendet werden. Die frischen, essbaren Blüten eignen sich zum Garnieren von Süßspeisen und Salaten.

Wer die Pflanzen weiter vermehren möchte, sollte immer einige Früchte stehen lassen. Die Pflanze samt sich an geeigneten Standorten (vollsonnig und trocken) selbst aus. Man kann die Samen aber auch gezielt absammeln und für die Aussaat im nächsten Jahr kühl, dunkel und trocken aufzubewahren.