Versuche im deutschen Gartenbau 2019
Öko-Tomaten im geheizten Anbau – Kleegrassilage eignet sich gut als Düngemittel

In der Reihe Tomatenpflanzen mit teilweise reifen Früchten im Gewächshaus
Die Weiterentwicklung des ökologischen Gemüsebaus unter Glas verlangt nach neuen Düngekonzepten. Reststoffe aus der konventionellen Tierhaltung werden als Nährstoffquelle zunehmend kritisch diskutiert. Die Nährstoffbalance im Gewächshausboden kommt durch langjährigen Gebrauch von Kompost, Stallmist und organischen Handelsdüngern leicht aus dem Gleichgewicht, weil die Düngemittel die Nährstoffe nicht immer in dem Verhältnis zur Verfügung stellen, in dem die Kulturpflanzen sie aufnehmen. Die Düngung mit Kleegras als Pellets und als Silage wird mit einer Standarddüngung mit Horngries und Orgapur 8-2-6 verglichen.

Ergebnisse - kurzgefasst

An der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) wurde 2019 im Rahmen des bundesweiten Verbundprojektes "Nutri@ÖkoGemüse" ein Tomatenbestand mit kleegrasbasierten Düngemitteln versorgt und mit einer Standarddüngung mit Horngries und Orgapur 8-2-6 verglichen.
Die Düngung mit betriebseigener Kleegrassilage erzielte mit 12,4 kg Tomaten/m2 das bessere Ergebnis vor Kleepura mit 11,7 kg/m2. Am besten war der Ertrag bei der Standarddüngung mit 12,7 kg/m2.

Ergebnisse im Detail

Die detaillierten Ergebnisse inkl. Tabellen und Bilder können dem beigefügten Versuchsbericht entnommen werden.

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