Versuche im deutschen Gartenbau 2018
Kleepura als Alternative zu organischen Düngern tierischen Ursprungs

Auf einem Feld zwei mal 4 Reihen gepflanzter Kohlrabi, rechts oben ohne Pflanzen auf dem Feld, weiter hinten Wiese
Organische Handelsdünger tierischen Ursprungs werden im Ökolandbau zunehmend kritisch diskutiert, da die Rohstoffe aus konventioneller Landwirtschaft stammen. Eine Alternative wären betriebseigene Kleegrassilage und Kleepura. Bei Kleepura handelt es sich um pelletierten Bio-Weißklee, der laut Anbieter schnell pflanzenverfügbaren Stickstoff liefert. In einem frühen Satz Kohlrabi soll die Düngewirkung von Kleepura und Kleegrassilage getestet werden.

Ergebnisse kurzgefasst

Im Gemüsebauversuchsbetrieb Bamberg der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) wurde 2018 ein Düngungsversuch mit Kohlrabi durchgeführt.
Im Fokus standen dabei kleebasierte Düngemittel, wie Kleepura und betriebseigene Kleegrassilage. Zudem wurde der Blattdünger Diaglutin getestet. Ertraglich konnten keine signifikanten Unterschiede zwischen den Düngungsvarianten festgestellt werden. Deutliche Effekte wurden dafür beim Erntebeginn beobachtet. Die Standardvariante (50 % Horngries + 50 % Orgapur) war am frühesten, gefolgt von Kleepura. Eine zusätzliche Blattspritzung mit Diaglutin konnte bei keiner Düngevariante eine signifikante Ertragssteigerung oder verbesserte Lagerfähigkeit bewirken.

Ergebnisse im Detail

Die detaillierten Ergebnisse inkl. Tabellen und Bilder können dem beigefügten Versuchsbericht entnommen werden.

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