Gemüseblog
Gurken nach Georgi
27. April 2021

Über Wochen hinweg und wahrscheinlich noch bis mindestens Mitte Mai bewirkt der im Klimawandel zunehmend wellenförmige Jetstream und anhaltend kühle Nächte und mäßig warme Tage. Die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie geben Tipps.

Weil somit noch weiterhin Bodenfröste drohen, bleiben die Wärme bedürftigen Gurkengewächse am besten noch im Haus. Sie können ab Georgi (23. April) gut am Zimmerfenster in Einzeltöpfchen oder Multitopfplatten und unbedingt in Aussaaterde angezogen werden. Aussaaterde ist salzarm – ganz wichtig für die zarten, fleischigen Wurzeln von Salat- und Einlegegurken, Zucchini, Kürbis und Melonen.

Nach der Keimung ist ein sehr heller Standort, am besten am südlich ausgerichteten Fenster, ganz wichtig. Bei weiterhin kühlen, am besten aber doch frostfreien Tagen kann man die Pflänzchen nach den Eisheiligen auspflanzen und gleich gut angießen und am besten gleich mit Vlies abdecken. Welk umliegende Setzlinge erleiden sonst gar nicht so selten einen Sonnenbrand am Keimstiel (unter den Keimblättern).

Gurkengewächse brauchen einen luftig-lockeren Boden. Wer lehmreichen Gartenboden hat, mischt in der Pflanzreihe Kompost ein und häufelt flache Dämme an. Die Setzlinge bekommen einen kleinen Gießrand, damit nicht zu viel Wasser unnütz seitlich abfließt.