Pressemitteilung - 11. Juni 2020
Tag des Gartens: Am kommenden Sonntag ab in den Garten!

Am 14. Juni schon etwas vor? Dann hoffentlich ab in den Garten! Denn immer am zweiten Sonntag im Juni wird der heimischen grünen Oase ein ganzer Jubeltag gewidmet: Entstanden 1984 durch die Initiative des Bundesverbandes Deutscher Gartenfreunde (BDG) soll an diesem Tag die besondere Bedeutung des Gartens in das Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt werden. Aber nicht nur in Kleingartenanlagen findet das gärtnerische Tun immer mehr Anhänger. „Gegartelt“ wird auch auf Balkonen, Terrassen, in interkulturellen Gemeinschaftsgärten und auf anderen öffentlichen Plätzen im städtischen Bereich.

Rezeptfrei: Grüner Balsam für die Seele
Rückzugsort, Fitnessoase, Beobachtungsort, Naturerlebnis, Aufenthaltsort für klein und groß – das alles kann ein Garten bieten. Gärten sind so unterschiedlich wie ihre Nutzer und lassen Raum für eigene Gestaltungsideen. Sitzplätze laden zum Entspannen und Träumen ein. Bunte Blüten setzen Farbtupfer und locken Insekten an. Frisches Gemüse und fruchtige Beeren aus dem Garten bereichern unseren Speiseplan. Die Experten der Bayerischen Gartenakademie stehen dabei mit Tipps und Tricks zur Verwirklichung Ihres Garten(t)raumes mit Fachinformationen online unter www.lwg.bayern.de/gartenakademie oder über das Gartentelefon unter 0931 9801-147 (jeweils Montag und Donnerstag von 10-12 und 13-16 Uhr) zur Seite.

„Back to the Roots“ – der Naturgarten
Der Garten als ein Rückzugsort und Zuhause für uns als menschliche Gartenbewohner, aber auch für viele Tiere. Ein naturnah gestalteter Garten ist an Vielfalt kaum zu übertreffen. Lange Zeit im Jahr liefert er beispielsweise Nahrung für Insekten, bietet aber auch Unterschlupf im Winter. Unterschiedliche Pflanzenarten wachsen standortgerecht nebeneinander. Wer die natürlichen Kreisläufe beachtet und den Garten ökologisch bewirtschaftet, kann seinen Garten zertifizieren lassen. Die Aktion „Bayern blüht – Naturgarten“ setzt ein sichtbares Zeichen gegen die Versiegelung von Flächen. Erfüllt Ihr Garten bereits die Kriterien, was muss gegebenenfalls an der Bewirtschaftung optiert werden und wie läuft die Zertifizierung eigentlich ab? Alle Informationen dazu unter www.lwg.bayern.de/naturgarten.

Die Neuinterpretation des Gartens
Um Anregungen zu schaffen, wie auch auf kleinen und versiegelten Flächen erfolgreich Gemüse, Kräuter und insektenfreundliche Pflanzen angepflanzt werden können, entstehen derzeit in ganz Bayern Urban-Gardening-Demonstrationsgärten. Das vom Bayerischen Landwirtschaftsministerium geförderte Projekt verfolgt dabei das Ziel, vor allem die junge Bevölkerung wieder zum eigenen Anbau von Gemüse, Kräutern & Co. zu bewegen. In den Schaugärten werden dafür zahlreiche Sorten zur Blüte und Reife gebracht. Zum Einsatz kommen dabei herkömmliche Systeme wie Hochbeete, Pflanzkisten und -kübel aber auch außergewöhnliche, innovative Anbauvarianten wie „Terrabioponik“ oder „Hydroponik“. Hier werden die Pflanzen in einem Kreislauf mit Wasser und Nährstoffen versorgt – einmal mit und einmal ohne Erde. Und wer wenig Platz hat, der geht in die Vertikale: Ein Pflanzturm oder an der Wand installierte Systeme bieten jede Menge Kulturfläche für Petersilie, Salat und andere Gemüsepflanzen. Eine regelmäßige Ernte über den ganzen Sommer ist so garantiert. Informationen zum Projekt und zu den Standorten der Demoflächen gibt es unter www.lwg.bayern.de/urban-gardening.

Ein Garten mit blühenden Pflanzen und Salat- und Gemüsebeeten von einem Holzzaun umgeben.

(© Christine Scherer, LWG)

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Zwei mit Erde befüllte Röhren an deren Seitenwände Salate und Kräuter wachsen.

(© Gundula Holm, LWG)

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