Pressemitteilung - 18. September 2019
Grüner Berufsnachwuchs tritt zur Fortbildung an

Auch an der Staatlichen Meister- und Technikerschule an der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) in Veitshöchheim läutet seit einer Woche wieder die Schulglocke. Und so heißt es für 77 grüne Nachwuchs-Führungskräfte aus den Sparten Gartenbau, Garten- und Landschaftsbau (GaLaBau) sowie Weinbau und Oenologie wieder „Back to School“. Ganz nach dem Motto „Lernen fürs Leben“ geht es in den nächsten zwei Jahren nicht nur um theoretische Wissensvermittlung, sondern auch um die Entwicklung der Studierenden hin zu Macher- und Führungspersönlichkeiten.

Beruflich aufsteigen
In der Regel zwei Jahre und mehr haben die gelernten Gärtner, Winzer und Weintechnologen seit ihrem Ausbildungsabschluss in Betrieben gearbeitet und praktische Erfahrung gesammelt. Um auf der beruflichen Karriereleiter die Sprossen hochzusteigen braucht es nun weitere Kenntnisse und Fähigkeiten. Im 1. Schuljahr steht dabei der Ausbau des fachlichen Wissens sowie der Sozial- und Methodenkompetenz auf dem Lehrplan, die für die künftigen Ausbildungs- und Führungsaufgaben benötigt werden. Am Ende des ersten Schuljahres kann schließlich mit den entsprechenden Voraussetzungen die Meisterprüfung abgelegt werden. Im zweiten Schuljahr können sich die Studierenden zum Techniker weiterqualifizieren. Besondere Einblicke in die Berufspraxis bekommen die Nachwuchsführungskräfte während eines Pflichtpraktikums, das den einen oder anderen in Länder wie Italien, Großbritannien und Österreich – aber auch schon mal nach Costa Rica oder Kalifornien verschlägt.

Lernen am Puls der Zeit
Ökologisierung, Nachhaltigkeit, Digitalisierung, Weiterentwicklung des urbanen und ländlichen Raums sowie Produktinnovation: Die breit verzweigte Forschungs-DNA der LWG wird geprägt durch die Anforderungen von Öffentlichkeit und Gesellschaft – Anforderungen, denen auch die Studierenden später im Berufsalltag gegenüberstehen. „Nutzen Sie daher das geballte Wissen der Lehrkräfte und lernen Sie am Puls der Zeit!“, so LWG-Präsident Dr. Herman Kolesch bei seiner Begrüßung. Gleichzeitig machte er aber auch die Erwartungen deutlich: „Bei uns sind Sie keine Schüler, sondern Studierende. Denn stärker als früher wird von Ihnen jetzt erwartet, sich Wissen eigenständig zu erarbeiten und anzuwenden.“ Doch der Fleiß wird belohnt und ein erfolgreicher Abschluss ist das Steigeisen auf dem weiteren Weg nach oben. So ist der Abschluss als Meister oder Techniker der Türöffner für ein mögliches Hochschulstudium.

Infobox l Die Staatliche Meister- und Technikerschule: Was haben Felicitas Schön und Antonia Schön, die GaLaBau-Heldinnen 2018 und Carolin Meyer, Fränkische Weinkönigin 2019, gemeinsam? Ihre Fortbildung an der Staatlichen Meister- und Technikerschule für Weinbau und Gartenbau in Veitshöchheim! Mit den Fachrichtungen Gartenbau (Zierpflanzenbau, Baumschule), Weinbau und Oenologie sowie Garten- und Landschaftsbau (GaLaBau) bildet die Einrichtung, die zu einer der ältesten Fachschulen in Bayern gehört, seit 1902 die Führungskräfte und Betriebsnachfolger für die grüne Branche aus und bringt dabei wahre Meister ihres Faches hervor.

Dr. Hermann Kolesch bei seiner Begrüßung hinter einem Rednerpult.

Netzwerken: Dr. Hermann Kolesch (LWG-Präsident) rief die Studierenden dazu auf ihre Zeit in Veitshöchheim nicht nur zu nutzen, um das fachliche Wissen zu bereichern, sondern auch Kontakt für das berufliche Netzwerk zu knüpfen. (© LWG Veitshöchheim)

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Studierende sitzen während der Begrüßung im Hörsaal.

Die Schulbank drücken: Für 77 Nachwuchs-Führungskräfte aus Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Thüringen aber auch der Schweiz und Italien läuten nun wieder die Schulglocken. (© LWG Veitshöchheim)

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Studierende sitzen im Grünen an einem Tisch mit Wohnheim im Hintergrund.

Study & Live: Für die nächsten zwei Jahre ist der „Grüne Campus“ in Veitshöchheim nicht nur Lern-, sondern auch Wohnort. (Hildenbrand © LWG)

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