Pressemitteilung - 29. Mai 2019
Maschinenvorführung zur mechanischen Unterstockpflege

Der Weinberg ist die Kinderstube des Weins: Denn dort wird der Grundstein für seine inneren Werte und die spätere Qualität gelegt. Doch die einzigartigen Böden bringen nicht nur einzigartige Weine hervor, sondern bieten auch Beikräutern eine Lebensgrundlage. Dabei entsteht ein ganz besonderer Konkurrenzkampf zwischen Gemeiner Quecke, Ackerkratzdistel oder Ackerwinde und dem Rebstock – um das Wasser. Am Mittwoch, den 5. Juni 2019 (10 Uhr), zeigt die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) bei einer Maschinenvorführung in Volkach/Gaibach, wie eine Abkehr von der chemischen Unterstockpflege und eine Rückbesinnung auf die mechanische Unterstockpflege gelingt.

Alternativen gesucht – und gefunden?
Der Bereich unter dem Stock ist für den Winzer eine sensible Zone. Die in diesem Bereich wachsende Begleitflora entzieht der Rebe nicht nur das ohnehin knappe Wasser und Nährstoffe; wächst diese gar bis in die Traubenzone, können sich dort Krankheiten schneller entwickeln. Bisher erfolgte die Regulierung der Begleitflora oft chemisch, da dieses Verfahren u. a. auch schwer bekämpfbare Problem- bzw. Wurzelunkräuter effektiv unter Kontrolle brachte. Der Einsatz chemischer Mittel – nicht nur glyphosathaltiger Produkte – zur Beikrautregulierung wird in der Gesellschaft jedoch immer kritischer wahrgenommen. Dies nimmt das Institut für Weinbau und Oenologie der LWG zum Anlass, die aktuelle Technik (15 Maschinenhersteller) im Vergleich der verschiedenen Systeme der Winzerschaft und allen Interessierten im praktischen Einsatz vorzuführen.

Die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) lädt Sie daher zu einer Vorführung aktueller Weinbau-Unterstockpflege am Mittwoch, den 5. Juni 2019 (10 Uhr), An der Konstitutionssäule, 97332 Volkach/Gaibach (Nähe Staatsstraße 2271, auf den Rebflächen des Weingutes Graf Schönborn) ein.