Pressemitteilung - 18. September 2018
Staatsministerin Michaela Kaniber bei „hochprozentiger“ Weinlese

Die Bayerische Staatsministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Michaela Kaniber, nutzte die Gelegenheit nach dem „symbolischen ersten Hammerschlag“ zum Neubau eines Forschungs-, Wirtschafts- und Bürogebäudes am Versuchsbetrieb Thüngersheim (13. September 2018) der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) zu einem spontanen Abstecher in den Thüngersheimer Scharlachberg. Dort, in der Premiumlage der LWG-Rebflächen, verschaffte sich die Staatsministerin einen ersten Eindruck von der Weinkulturlandschaft der Steillagen, aber auch davon, wie moderne Technologie dazu beitragen kann, diese Steillagen in Zukunft wirtschaftlich zu bearbeiten. Die LWG demonstrierte an diesem Tag den Einsatz eines Steillagenvollernters in Verbindung mit einem RaupenMechanisierungsSystem (RMS) eines Herstellers aus Südtirol.

Hightech im Weinberg
Beeindruckt zeigte sich die Ministerin von dieser kompakten und schlagkräftigen Technologie, die in Weinlagen mit einer Steigung von bis zu 70 Prozent zum Einsatz kommt. Dabei kann nicht nur der arbeitsstundenintensive Zeitaufwand bei einer Handlese (bis zu 400 Std./ha; Steillagenvollernter 2 ha/Tag) reduziert werden. Der eingesetzte Steillagenvollernter überzeugte auch mit einer für Rebholz und Laubwand schonenden Arbeitsweise. Gleichzeitig war Staatsministerin Michaela Kaniber bei der Verkostung der frisch geernteten Rieslingtrauben mit einem Mostgewicht von über 90 Grad Öchsle von der Qualität des Weinjahrgangs 2018 begeistert. In diesem Jahr herrschte für die Sonne liebenden Rebstöcke bestes Bilderbuchwetter, was letztlich zum frühesten Lesestart überhaupt führte.

Weinbauliche Tradition bewahren
„Die Bewirtschaftung der Steillagen ist mir ein großes Anliegen. Denn sie sichert den Erhalt der fränkischen Weinkulturlandschaft“, so die Ministerin. Steillagen prägten hier seit Jahrhunderten das Bild der Kulturlandschaft. Diese weinbauliche Tradition müsse erhalten bleiben. Dazu würden der technologische Fortschritt, aber auch neue Verfahren zur Beikrautregulierung im Steilhang beitragen. Dafür wurde kürzlich auch ein internationaler Forschungspakt zwischen Österreich, Südtirol und Bayern geschlossen, um die bestehenden Forschungskapazitäten zu bündeln, innovative Ansätze voranzutreiben und den Herausforderungen des Klimawandels geschlossen entgegentreten zu können.