Pressemitteilung - 26. Juli 2018
Energie aus der Prärie: Win-Win-Situation für Mensch & Natur!

Prärie – fällt dieses Wort, hat man eines direkt vor Augen: die unendlichen Weiten der nordamerikanischen Steppenzone. Auch wenn uns die Trockenheit zusetzt und die Landschaft nach Wasser lechzt, sind wir doch noch weit entfernt von der teilweise verödeten Steppe. Und doch gibt es im Landkreis Schweinfurt ein ganz besonderes Stück „Prärie“: Denn auf einer Versuchsfläche bauen die Experten der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) massewüchsige, spätblühende Präriestauden an, die ihren Namen nicht zu Unrecht tragen. Die pflegeleichten Stauden, die im Gartenbau zum Standardsortiment gehören, kommen mit Hitze und Trockenheit gut zurecht und haben auch für Bienen & Co. einiges zu bieten.

Blühende Farbtupfer in der Kulturlandschaft
An der LWG werden bereits seit mehreren Jahren artenreiche, mehrjährige Wildpflanzenmischungen für die Energiegewinnung aus nachwachsenden Rohstoffen entwickelt. Dadurch wird nicht nur der klimaschädliche CO2-Ausstoß reduziert und die so wichtige Unabhängigkeit von den schwindenden fossilen Brennstoffen erreicht, sondern vor allem auch die Biodiversität in der landwirtschaftlich geprägten Kulturlandschaft gefördert. Mit neu entwickelten spätblühenden Präriestauden, die im zweiten und dritten Standjahr zeitgleich mit Mais geerntet werden können, kann zudem die Lücke im Nahrungsangebot für Bienen und andere blütenbesuchende Insekten im Spätsommer geschlossen werden.

Unsere Experten stellen auf der Versuchsfläche in Ettleben/Werneck vor, welche Power in Wildpflanzenmischungen schlummert, warum daraus leckerer Honig entsteht (mit Verkostung) – und dabei auch Hanf unbehelligt gedeihen darf.

Die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) lädt Sie daher ein zum Fachgespräch mit Besichtigung der Versuchsfläche im Rahmen des Forschungsprojektes „Energie aus Prärie“ am Mittwoch, den 1. August 2018 (ab 11:00 Uhr, Sebastian-Englerth-Saal, An der Steige 15, 97209 Veitshöchheim) mit anschließender Begehung der Versuchsfläche in 97440 Ettleben (bei Werneck, ab ca. 13.00 Uhr). Vor Ort stehen Dr. Ina Heidinger und Dr. Ingrid Illies, Institut für Bienenkunde und Imkerei sowie Kornelia Marzini und Martin Degenbeck, Institut für Stadtgrün und Landschaftsbau, für Fragen zur Verfügung. Zudem erwarten wir Vertreter von Interessensverbänden, des Naturschutzes und der Landwirtschaft.