Pressemitteilung - 26. Juli 2018
Landesgartenschau (LGS) Würzburg: Erster LGS-Honig geerntet!

Die sommerliche Hitze schlägt nicht nur dem Menschen aufs Gemüt und lässt den Stresspegel bei dem einen oder anderen sinken. Auch unsere fleißigen Honigsammler stehen bei Temperaturen deutlich über 30 °C „unter Strom“ und müssen kräftig zulangen, um den Bienenstock kühl zu halten. Die Experten des Institutes für Bienenkunde und Imkerei standen daher am Mittwoch, den 25. Juli, besonders früh auf der Matte und ernteten bereits in den noch kühlen Morgenstunden den ersten Honig der Landesgartenschau in Würzburg.

Gedeckter Tisch auf der LGS
Fast 50.000 Flüge und eine doppelte Erdumrundung legt eine Biene zurück, um ein Glas Honig (500g) zu füllen. Für den ersten LGS-Honig könnten die Wege dabei um einiges kürzer gewesen sein, liegt doch der gedeckte Tisch dank zahlreichen bunt blühenden Flächen unmittelbar vor der Haustür der Bienenvölker. Bereits seit dem Startschuss im April hat die LGS rund 60.000 feste „Dauercamper“ am Beitrag des Kreisverbandes Würzburg und des Instituts für Bienenkunde und Imkerei. Diese haben die Zeit auch genutzt, um fleißig Pollen und Nektar zu sammeln, denn die Waben waren prall gefüllt.

Einmal durchlüften bitte!
Mal schnell Durchlüften und damit für einen frischen Wind sorgen, ist mangels Fensteröffnungen am Bienenstock nicht möglich. Doch die Honigbiene weiß sich zu helfen: So wird Wasser gesammelt und im Inneren des Bienenstockes verteilt. Oder die kleinen Tierchen werden zum lebenden Ventilator: Sie sammeln sich am Flugloch und nutzen die Kraft ihres Flügelschlages um Frischluft in den Bienenstock zu fächeln. Grundsätzlich haben die Honigbienen aber mit der Hitze kein Problem und können auch hohe Temperaturen aushalten.

Wie geht es weiter?
Nach dem Ernten ist vor dem Schleudern: So werden die Honigwaben in der LWG-Imkerei in Veitshöchheim zunächst von ihren Wachsdeckeln befreit, bevor es für die Waben auf eine besonders schnelle „Rundreise“ geht. Denn in der Schleuder sorgt die Fliehkraft dafür, dass der zähflüssige Honig beim schnellen Rotieren aus den Zellen „geschleudert“ und aufgefangen wird. Bevor das „flüssige Gold“ schließlich den Weg ins Glas findet, muss der Honig noch gesiebt und gerührt werden. Einen Wermutstropfen gibt es aber: Dieser besondere Honig ist nicht im Handel zu erwerben – kann aber, an ausgewählten Terminen, auf der LGS verkostet werden.