Gartentipp
Herbstlaub im Garten
19. Oktober 2020

Mit den bunten Farben der Laubblätter zeigt sich die Natur noch einmal von ihrer schönsten Seite. Doch nach den ersten Frösten fallen die Blätter dann zügig von den Gehölzen. Doch wohin mit dem Laub? Von den Fachleuten der Bayerischen Gartenakademie erhalten Sie Tipps, was Sie mit den Blättern tun können.

Bunte Blätter zieren Herbstgestecke und finden Platz in Dekorationen. Im Garten geben die Blätter Schutz und liefern im verrotteten Zustand Nährstoffe. Doch nicht überall sind die gelben, roten und orangefarbenen Blätter erwünscht. Sie können Gefahrenquelle, Überträger von Schadorganismen und Heim für Schädlinge sein.

Wertvolles gesundes Falllaub

Fallen Blätter von Bäumen und Sträuchern, so können sie meist auch dort verbleiben. Sie bedecken den Boden und schützen ihn vor starker Kälte. Als dickere Schicht unterdrücken sie aufkeimende Unkräuter. Ein Zuviel an Blättern können Sie in dünnen Lagen zwischen den Pflanzen der Staudenbeete oder auf dem abgeräumten Gemüsegarten verteilen. Neben dem Winterschutz für Pflanzen sind Laubblätter auch Nahrung für Bodenlebewesen und Mikroorganismen. Diese zersetzen die Laubmasse und geben Nährstoffe frei, die von den Pflanzen in der nächsten Gartensaison genutzt werden.
Belassen Sie die abgestorbenen Blätter an den Stauden. Sie schützen nicht nur die Pflanzen, sondern geben Insekten und anderen Kleintieren zusammen mit den Stängeln eine Überwinterungsmöglichkeit.
Ist dann immer noch Laub übrig, kann es auch kompostiert werden. So bleibt auch schwer zersetzbares Laub von Walnuss und Eiche im Gartenkreislauf. Für die schnellere Verrottung zerkleinert man die Blätter und gibt sie schichtenweise oder vermischt mit anderem grünen Material (z. B. Rasenschnitt) auf die Kompostlege. Ganz einfach: Verteilen Sie das abgetrocknete Laub auf der Rasenfläche und fahren Sie mit dem Rasenmäher darüber.

Unerwünschtes Falllaub

An manchen Stellen im Garten ist Falllaub unerwünscht und kann sogar zur Gefahr werden. Feuchte Laubblätter bilden auf Gehwegen richtige Rutschpartien. Entfernen Sie deshalb die Blätter rechtzeitig, bevor sie auf den Wegen festkleben und vergammeln. Damit die Rasengräser genug Luft bekommen, nehmen Sie dort zumindest größere Blattmassen weg. Hier besteht sonst die Gefahr, dass sich verschiedene Pilzkrankheiten über den Winter ausbreiten. Im Teich sind Blätter ebenfalls unerwünscht. Das eingefallene Laub zersetzt sich und gibt Nährstoffe frei, was im nächsten Jahr das Algenwachstum fördern könnte.

Falllaub aus dem Garten entfernen

Laub kann Überträger von Schadorganismen sein. In feuchten Jahren sind manche Pilzkrankheiten besonders stark ausgeprägt. Problematisch sind hier z. B. Sternrußtau an Rosen oder Cylindrocladium am Buchs. Befallenes Laub, das auf der Erde liegen bleibt, kann mit seinen Pilzsporen schon den Neuaustrieb im Frühjahr infizieren. Entfernen Sie deshalb sicherheitshalber solche Blätter und entsorgen Sie diese über den Biomüll oder den Grüngutabfall.
Laub dient leider auch als Überwinterungsschutz für Wühlmäuse. Unter einer dicken Laubschicht fühlen Sie sich besonders wohl. Gerade um Baumscheiben ist es besser, wenn die Blätterschicht über den Winter abgeräumt wird.