Gartentipp
Reiche Ernte im Garten
26. August 2019

Ende August und im September ist der Garten ein Schlaraffenland. Fröhliche Blumen schmücken die Beete und die Vasen. Die Erntekörbe werden schnell gefüllt mit Gemüse und Obst. Dann heißt es rasch verwerten, raten die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie.

Ein vielfältiger Garten bietet ein Füllhorn frischer wohlschmeckender Früchte. Jetzt ist Erntezeit – Wohlgenuss für Sinne und Gaumen.

Ernte aus dem Gemüsegarten

Die Tomatenernte ist in vollem Gange. Orange, rot, schwarz oder gelb liegen die Tomaten verzehrfertig auf dem Teller. So unterschiedlich die Farben, so verschieden die Form und Größe. Dattelförmig, rund oder gebuchtet, winzig klein bis handgroß präsentieren sich die Tomatensorten. Wer eine solch üppige Vielfalt aufweisen kann hat sicherlich nun eine große Menge reifer Früchte. Und wenn es zu viel sind: Tomatensoße in Gläsern haltbar machen. Ein prima Vorrat sonnengereifter Früchte für den Winter.
Ein begehrtes Sommergemüse sind Zucchini. Sind versehentlich Früchte zu groß geworden, nimmt man die Kerne vor der Verarbeitung heraus. Besser ist es jedoch immer Früchte mit etwa 20 bis 25 Zentimetern zu ernten. Dann kommen noch Früchte nach, bevor die Pflanze ganz mit Echtem Mehltau befallen wird.
Viele Bohnen haben nach der ersten Ernte und bei der heißen Witterung nachgelassen. Jetzt aber setzen sie bei kühleren Temperaturen wieder Blüten an, so dass eine weitere kleine Ernte zu erhoffen ist.

Erntesegen im Obstgarten

Der Garten hält nun eine bunte Palette frischen Obstes parat. Saftige Pfirsiche und süße (Früh-) Zwetschgen ernten und verzehren Sie nun stetig frisch, am besten bevor sie abfallen. Denn dann bilden sich schnell Schadstellen. Alle zwei Tage liefern Herbsthimbeeren eine neue Ernte. Durch den kurzen Ernterhythmus gibt es keine schimmeligen Früchte und auch die Kirschessigfliege wird kein Problem. Keine Möglichkeit zum Frischverzehr? Neben dem Einfrieren bieten natürlich Fruchtaufstriche, Kuchen etc. eine gute Chance der Verwertung des sommerlichen Obstes.
Endlich ist es soweit: die ersten Äpfel und Birnen. Nun ist wieder Saison für regionale Früchte. Frühsorten jedoch sind nicht haltbar und lagerfähig. Bei Kuchen oder Mus verschwinden schnell größere Mengen, wenn man beim Frisch-Essen nicht nachkommt.
Vergessen wir nicht die Tafeltrauben: schön groß sind sie dieses Jahr geworden. Vielleicht eingepackt in Organza-Säckchen und somit geschützt vor Wespen und Vögeln können die Trauben noch bis zur Vollreife hängen blieben. Doch auch jetzt schmecken viele Sorten schon gut, so dass Ungeduldige immer wieder naschen können.