Gartentipp
Immer der Nase nach – mit allen Sinnen durch den Garten
8. Juli 2019

Der Garten zeigt sich nun von seiner schönsten Seite. Die Blütenfülle ist überwältigend und regt zum Schauen an, und auch die Nase ist nun gefragt. „Begeben Sie sich auf Duft-Tour“, raten die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie.

Viele Pflanzen betören nun mit ihrem Blatt- oder/und Blütenduft - egal ob einjährige Sommerblume, Staude oder Gehölz. Ein paar Beispiele finden Sie nachfolgend.

Duft auf Balkon und Terrasse

Natürlich lassen sich auch kleine Gehölze und Stauden in Gefäßen anpflanzen, typischer sind hier jedoch einjährige Blumen oder solche, die nicht ausreichend frostfest sind.
Der Name sagt es schon: die Vanilleblume mit ihren tief lilablauen Blüten duftet nach Vanille und lockt verschiedene Insekten an. Vor allem die Blätter verströmen ihr Aroma, wenn man an Ananas-Salbei und Zitronenverbene reibt. Ganz unterschiedliche Gerüche erlebt man bei den Duftpelargonien sowie verschiedenen Minze- und Melisse-Sorten.

Duft im Staudenbeet

Wohlriechende Düfte erlebt man bei sonnigem Wetter im Staudenbeet. Außerdem sind viele der folgenden Pflanzen äußerst pflegeleicht und sogar einigermaßen trockenheitsverträglich. Solche Duftpflanzen sind Katzenminze (Nepeta), Bergminze (Calamintha) und Duftnessel (Agastache) bei denen die Blätter duften. Blütenduft kann man bei Nelken (Dianthus), verschiedenen Taglilien (Hemerocallis citrina und H. flava), Nachtviole und Yucca erleben. Letztere duften vor allem am Abend und in der Nacht wie auch die Nachtkerze (Oenothera).

Duft der Gehölze

Ein Garten ohne Rosenduft? Kaum denkbar. Doch Rosen riechen verschieden und unterschiedlich stark. Machen Sie den Test und atmen Sie ein. Achten Sie jedoch darauf, dass keine (Stech-)Insekten in den Blüten sitzen. Lavendel wird oft gemeinsam mit Rosen gepflanzt. Auch er betört durch den Wohlgeruch von der rosa, weißen und blauen Blüte und Blatt. Blaue Blüten besitzt auch die silberlaubige Blauraute (Perovskia), die ebenfalls ein wahrer Insektenmagnet ist. Weitere duftende Gehölze sind Geißblatt, Sommerflieder (Buddleja) sowie Bauernjasmin (Philadelphus coronarius) und kleinblättriger Pfeifenstrauch (Ph. microphyllus).

Duft im Gemüsegarten

Sagen Sie nicht, dass Gemüse nicht riecht. Frisch geerntete Gurken besitzen einen typischen Geruch, genauso wie sonnengereifte Tomaten. Natürlich gehören die vielen Kräuter dazu. Selbst wenn nicht alle verwendet werden, so beeinflussen sie doch unsere Sinne und machen gute Laune: diverse Minzen und Thymiane, Oregano, Basilikum, Bohnenkraut, Salbei, Rucola, Schnittlauch und viele, viele mehr. Übrigens besitzen die meisten von ihnen Lippenblüten und bieten Nahrung für Biene und Co.

Und die Duft-Tour ist noch nicht zu Ende

Welche Düfte gibt es in Ihrem Garten? Gehen Sie auf Entdeckertour. Vielleicht erleben Sie den Duft reifer Erdbeeren, Aprikosen oder Pfirsiche sowie den Heugeruch frischgemähter (Blumen-)Wiesen oder kräuterreicher Rasenflächen. Die Blaue Holzbiene fühlt sich beim imposanten Muskatellersalbei wohl, dessen Blätter und Blüten sehr intensiv riechen. Wie wohlriechend sind viele Pflanzendüfte, wenn der Sommer doch sonst von Schwimmbadchlor und Grillkohle geprägt ist.