Gartentipp
Obst im Garten: Auf die Sorte kommt es an
18. Februar 2019

Möchten Sie Ihren Obstgarten erweitern oder verändern? Jetzt zur Frühjahrspflanzung ist die Zeit sich zu informieren und in den Baumschulen nach Pflanzgut zu fragen. Die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie geben Tipps.

Im Versuchsbetrieb Obstbau und Baumschulen der LWG Veitshöchheim werden die verschiedensten Obstgehölze in unterschiedlichen Sorten aufgepflanzt und auch für die Gartentauglichkeit bewertet.

Nicht jede Sorte ist geeignet

Für einen erfolgreichen Obstanbau im Garten gehören Standortwahl, Bodenvorbereitung, Kulturarbeiten wie Schneiden, Gießen, Düngen, Mulchen und vor allem die richtige Sorte. Gewünscht sind einfache Obstkulturen mit problemlosen, robusten Sorten und gutem Geschmack. Auch das Besondere und Sorten mit Zusatznutzen werden immer mehr gewünscht. Bei Obstgehölzen kann die Blüte mit ihrem Zierwert und als wichtige Nahrungsquelle für Bienen und andere Insekten beitragen. Später kommen der Fruchtschmuck und die Laubfärbung hinzu. Als ganz wichtig einzustufen ist die Robustheit gegen verschiedene Krankheitserreger, um ohne Pflanzenschutzmittel auszukommen. Unbehandeltes Obst aus dem eigenen Garten stellt einen großen Wert dar. Die langjährige Züchtungsarbeit brachte und bringt sowohl wohlschmeckende als auch gesunde Sorten hervor.
Bevor Sie immer wieder Rückschläge durch kranke Sorten erleiden, starten sei mit robusten und gesunden Sorten, die Erfolg bescheren. Die Bayerische Gartenakademie berät zu diesen Pflanzen. Apfelsorten sollten robust gegen Schorf sein, die Stachelbeere gegen Amerikanischen Stachelbeermehltau, ganz frühreifende Süßkirschen bleiben madenfrei, …. Sortenlisten verschiedener Obstarten finden Sie im Internetangebot bei den Infoschriften der Bayerischen Gartenakademie.
Wildobst liegt im Trend. Spezielle Fruchtsorten dieser Arten bieten in der Regel größere Früchte aus als die Wildformen. Diese besonderen Pflanzen lassen sich z.B. als freiwachsende Hecken gut in naturnahe Gärten integrieren und tragen ebenfalls zur Biodiversität bei. Überzeugen können die zum Teil sehr frühe Blüte und die schmackhaften „wilden“ Früchte. Kornelkirsche, Felsenbirne, Zierquitte, Schwarze Apfelbeere sind die bekanntesten dieser wertvollen Vertreter.

Unterlagen bestimmen den Baumwuchs

Obstbäume wie Apfel, Birne, Kirsche, Zwetschge sind veredelt, das heißt die gewünschte Fruchtsorte steht auf einer bestimmten Wurzelunterlage. Diese beeinflusst unter anderem das Wachstum des Obstbaumes, sprich Wuchsform und Kronenvolumen. Schwachwachsende Unterlagen eignen sich für kleinkronige Bäume und somit für kleine Gärten oder für die Kultur im Kübel. Diese kleinen Baumformen lassen sich bei Bedarf auch durch Netze vor Schädlingen schützen. Für einen Hochstamm mit großem Durchmesser benötigt man stark wachsende Unterlagen. Jede Obstart besitzt eigene spezifische Unterlagen.