Gemüseblog
Ab Dezember kommt Frost – was muss jetzt rein?
18. November 2020

Für die erste Dezemberwoche sind Fröste bis unter minus fünf Grad angekündigt. Mit Vlies lässt sich zwar manches abmildern. „Sinnvoll ist es aber, die empfindlichsten Gemüse schnell abzuernten“, raten die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie.

Dazu gehören auf unserer Schaufläche die Sellerieknollen, Möhren, Rote Bete, Mangold und auch sehr schön entwickelte Radicchio-Köpfe. Feldsalat, Rosenkohl und Lauch dürfen noch stehen bleiben. Mit einer Vliesabdeckung sind aber auch diese kältetoleranten Arten besser geschützt vor Schäden.

Sellerie, Möhren und Rote Bete kommen mit viel Erde daran in große Kübel oder Säcke, die unter einer Vliesabdeckung direkt am Haus auch noch im Freien, etwas sicherer vielleicht in der Garage bleiben dürfen. Sie dürfen aber auch nicht durchfrieren. Auch Radiccio wird Kopf an Kopf nebeneinander (mit Wurzelansatz aus dem Boden stechen) in eine Kiste gelegt, die als Verdunstungsschutz eine lose Folienabdeckung erhält. Mangold wird bis auf das Herz abgeerntet. Unter einer Vliesabdeckung haben mittelgroße Pflanzen, vor allem die hellgrüne Sorte ‘Lukullus‘ eine gewisse Überwinterungschance. Dann kann man den Neuaustrieb im Frühjahr auch wieder schneiden, lange vor den ersten Frühjahrskulturen.

Manchmal finden sich jetzt Larven oder Puppen von Lauchmotte oder Lauchfliege an oder in den Pflanzen. Die Lauchmotte verpuppt sich in ein gitternetzartiges, spindelförmiges Gebilde mit gut zwei Zentimeter Länge. Die Larven der Zwiebelfliege sind typische, etwa eineinhalb Zentimeter lange Fliegenmaden, ihre Puppen sind unter fünf Millimeter lang und sind braun in Zigarrenform.

In den Blättern von Roten Beten und Mangold finden sich jetzt manchmal noch Maden der Rübenfliege. Es ist sinnvoll, solche Schädlinge bzw. die befallenen Blattteile über die Biotonne zu entsorgen.