Gemüseblog
Reiche Gemüseernte im Spätherbst
4. November 2020

„Wer im Spätsommer gut vorgesorgt hat, ist jetzt fein heraus“, wissen die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie. Derzeit ernten wir zarte Rettiche (Aussaat Anfang September), Radieschen sind schon abgeerntet. Von der Septemberpflanzung kann bald Pak Choi geschnitten werden, Romanasalat ist schon fertig. Die Ernte kann man aber auch lange hinausziehen, weil die Entwicklung jetzt ganz langsam verläuft.

Einziges Problem sind jetzt die Schnecken. Normalerweise dezimieren wir sie durch konsequentes, allabendliches Absammeln. Leider handelt es sich aber derzeit bei den meisten Exemplaren um junge Wegschnecken, die im Erwachsenalter orangebraun aussehen. Jetzt sind die kleinen, oft kaum einen Zentimeter langen Jungtiere oberseits schwarz gemustert, die Sohle ist bleich-gelblich.

Sie fressen Löcher in die Schultern von Wurzelgemüse. Im Romanasalat entwerten sie oft die knackigen Blattrippen, und leider hinterlassen sie auch Spuren im Inneren von Chinakohl.

Bei starkem Befall hilft nur noch der Griff zum Schneckenkorn. Es wird sparsam zwischen die gefährdeten Pflanzen abgelegt. Weil Schnecken nachweislich auch mal nach Abwechslung in ihrem Speisenplan verlangen, verlassen sie aufgrund der Lockwirkung auch mal ihre eigentlich schützenden Gemüsepflanzen.