Gemüseblog
Gesundes Halloween mit dem Ölkürbis
28. Oktober 2020

Am besten ist für eine Kinderaktion, an der die ganze Familie Spaß hat, wer einen Ölkürbis, oder besser natürlich mehrere, im Garten zu ernten hat.

Er wurde wahrscheinlich schon vor einer Woche, als leichter Raureif angesagt war, geerntet und im Flur zwischengelagert. Seitdem darf er gerne auch wieder draußen den Hauseingang herbstlich dekorieren.

Beim „Schlachtfest“ wird der Ölkürbis zum abendlichen Windlicht. Dazu schneidet man mit einem scharfen Messer einen Deckel ab. Keine Angst vor scharfen Messern! Einfach immer weg vom Körper und allen Körperteilen arbeiten, dann kann nichts passieren. Das Schöne beim Ölkürbis: Sein Fleisch schmeckt so fade, dass er zum Kochen nicht lohnt.

Nun schabt man mit einem Löffel das Kerngehäuse aus. Dabei fallen beim Ölkürbis olivgrüne Kerne an, die man sofort vernaschen kann. Übermengen werden sauber ausgewaschen und dann schnell getrocknet. Wer sie dann in der Pfanne bei mäßiger Hitze röstet, erzielt ein Aroma, wie es ja auch von zahlreichen Gebäcken bekannt ist.

Mit dem Messer schnitzt man nun ein dreieckiges Loch in den Deckel als Rauchabzug. Auf mindestens einer Seite erhält der Kürbis dann ein freundliches, oder aber auch ein grimmiges Gesicht, gerne aber auch einfach ein dekoratives Loch-Muster.
Am besten arbeitet man mit eckigen Einschnitten, das gelingt viel leichter als rund geführte Einschnitte.
Der Boden soll innen glatt sein, dann steht das Teelicht, oder auch für eine längere Brenndauer ein Grablicht schön sicher.

Ansonsten gibt der Garten fürs schaurig bunte Abendessen viel her: Tief-blutroter oder aber auch mit blutigen Spritzern betupfter Radicchio (normale Sorte oder die gefleckte Sorte ‘Variegata di Castelfranco‘), blutroter (normale Sorten) oder eiter-gelber (gelbfleischige Sorten) Rote-Bete-Salat, giftgrüne Salate aller Art (Feldsalat, Gartenkresse, …) oder knochenweiße Blattrippen von Mangold, Pak-Choi oder Chinakohl. Wer einen schmackhaften Kürbis als Suppe (eiterfarbig) servieren möchte, kann mit Hilfe einiger Tupfer Kürbisöl und süßer Sahne beliebige Motive auf die Teller malen – schaurige oder fröhliche.

Tipp: Kürbis gut beobachten und rechtzeitig wegräumen, wenn er zu faulen beginnt. Bei kühler Witterung hält er ausreichend lange. Und verbreitet angenehme Röstaromen, wenn die Flamme brennt. Das hat er allen künstlichen Kürbisleuchten voraus.