Gemüseblog
Ernte von Gemüse-Soja (Edamame)
9. September 2020

Sojabohnen sind weltweit mit die wichtigsten Eiweißlieferanten. Sie ermöglichen gehaltvolles Tierfutter. Günstiger in der CO2-Bilanz sind Sojaprodukte zur menschlichen Ernährung. „Unschlagbar sind Sojabohnen als gesunder Snack aus dem eigenen Garten“, schwärmen die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie. Dafür gibt es großkörnige Sorten. Ihr Korn ist erdnussgroß, wogegen Futtersoja kaum Erbsengröße erreicht.

Und es geht wirklich einfach – sowohl im Garten als auch in der Küche: Nach der Aussaat Anfang Juni (der Boden soll schon richtig warm sein) haben sie dann auch zügig losgelegt – einziges Problem war zwischendurch ein Hase, der die halbwüchsigen Pflanzen als feines, schmackhaftes Grünfutter entdeckt hatte.
Eine kleine Umzäunung rettete uns dann den Hauptteil der Bohnen. Sie sind erntereif, kurz bevor die Hülsenfarbe von grün auf gelblich umschlägt. Dann sind die Körner noch zart. Weil man nicht wie bei der Futtererbse auf die dreschfähige Vollreife warten muss, kann man sie praktisch in ganz Bayern (außer höhere Mittelgebirgslagen) anbauen, nicht wie die Feld-Soja überwiegend im Weinbauklima.
Die Hülsen sind recht hart, weshalb man sie zunächst vom Stängel ablöst und dann vor dem Auspalen gut sechs Minuten in Salzwasser köchelt.

Aus 1 kg Hülsen ergeben sich nach 30 Minuten Auspalen etwa 500 g köstliche Bohnen. Ein Nachrichtenmagazin im Fernsehen reicht dafür genau. Gemüse-Soja schmeckt nur leicht wie Bohnen, daher passt sie für vielerlei Gerichte, und auch für Leute, die es nicht allzu „bohnig“ lieben.
Ein deutscher Zubereitungstipp wäre z.B. ein Salat mit Zwiebelchen, Essig und Öl, ähnlich zubereitet wie Erbsensalat. Chinesen tunken die Bohnen kurz vor dem Genuss einfach in ein Schälchen mit Sojasoße. Die Sojabohnen eignen sich aber auch für Suppen (Minestrone), Eintöpfe und Soßen aller Art.