Gemüseblog
Schon wieder massenhaft Erdflöhe an Kohl
5. August 2020

Anhaltendes trocken-heißes Badewetter und verkrustete Böden um Kohlpflanzen, Rukola und Rettich-Keimlingen, wie schon 2019 erleben die Kohl-Erdflöhe schon wieder einen Traum-Sommer.

Wo immer im Garten Kohlpflanzen oder andere Kreuzblütler wie Rettich oder Rukola stehen – die Blätter sind filigran durchlöchert und dicht schwarz gepunktet – lauter winzige, kaum zwei Millimeter kleine Käferchen krabbeln umher und springen bei Berührung auseinander.

Wichtig ist es jetzt, alle abgeernteten Kohlpflanzen und auch Unkräuter, die zu den Kreuzblütlern gehören, wie Pfennigkraut oder Hirtentäschelkraut, laufend aus dem Garten zu entfernen. So fehlt den Käferchen ihre Nahrungsgrundlage. Und sobald dann jetzt oder in den nächsten Wochen Kohl gepflanzt wird (Chinakohl, Pak Choi) oder auch Rettiche oder Rukola gesät wird, ist es wichtig, die Beete von Anfang an mit Kulturschutznetz oder noch besser mit dem Erdflohnetz (Maschenweite 0,8 mm) abzudecken. Der Boden zwischen den Reihen wird feucht und locker gehalten, oder man deckt mit feiner Grasmulchschicht ab.
Das Bestäuben mit Gesteinsmehl oder Algenkalk soll den Schädlingen den Appetit verderben. Auch Steinernema-Nematoden wirken wohl gegen die Gemüseschädlinge, die ja ihr Larven- und Puppenstadion im Boden haben. Allerdings heißt es dann vorbeugend handeln. Zeichnet sich wieder ein trockener und sehr warmer Sommer ab, wird schon im Juni der Boden mit den Nematoden begossen.

Und so war es schon 2019: Ein Traumsommer für den Erdfloh