Gemüseblog
Asia Greens
9. Juni 2020

"Asia Green" - dieser Sammelbegriff meint verschiedene zartblättrige Kohlgewächse, die in Asien gerne im Wok zubereitet werden, bei uns aber auch gerne als Salat mit leichtem Chinakohl-Aroma.

Weil die zarten Blätter im Handel nicht allzu lange halten und schnell welk werden, bekommt man fast ausschließlich in Gemüsegärtnereien. – Oder eben erntefrisch aus dem eigenen Garten.

Am besten zieht man sie ab März in Töpfchen an, pflanzt ab April ins Freie und erntet dann ab Juni. Lässt man sie länger stehen, schießen sie auf und blühen dekorativ gelb.
Ihr größter Feind an Hitzetagen ist der Erdfloh. Bei frühem Anbau und mäßig warmer Witterung ähnlich wie in den letzten Wochen vermehrt sich der Erdfloh nur langsam. Ansonsten legt man vor Hitzewochen Kulturschutznetze auf. Der Anbau im Hochsommer ist wegen der Erdflohgefahr sehr schwierig. Wer neugierig geworden ist, besorgt sich jetzt Saatgut und sät ab Ende August wieder in Töpfchen, pflanzt ab September aus und erntet dann ab Ende Oktober bis weit in den Spätherbst hinein täglich frisches Grün.
Am liebsten ist uns Mini-Pak Choi mit saftigen Blättern, bekannt ist Mizuna mit grün geschlitztblättrigem Laub. Alle Formen gibt es auch mit violett-rotem Laub, die appetitliche Farbe auch in andere Mischsalate einbringen. Extrem fein geschlitzte, manchmal fast fadenförmig geschlitzte Sorten werden gerne als Deko in der Gourmet-Küche verwendet.
Manche Mischungen enthalten übrigens auch ganz andere Pflanzen, zum Beispiel Mangold, Rote Rüben oder Salatchrysanthemen.