Waldschutz im Winter 2018/2019
Informationen zum Borkenkäfer

Borkenkäfer_Buchdrucker

Befallsstellen im Winter unbedingt aufarbeiten!

Nach dem Käfer ist vor dem Käfer! Auch wenn viele Waldbesitzer es nicht mehr hören können, wird uns der Käfer wohl auch 2019 treu bleiben.
Wie die Entwicklung in 2019 verläuft, hängt vom Wetter ab. Aber mit welchem Käferbestand wir im Frühjahr starten, hängt von jedem einzelnen Waldbesitzer ab.
Bitte resignieren Sie nicht, sondern nutzen die Zeit, um alle Käferbäume zu finden und aufzuarbeiten. Seien Sie dabei nicht zu wählerisch. Lieber einen gesunden Baum zu viel, als einen Käferbaum stehen lassen. Denken Sie daran, dass die Käfer einer befallenen Fichte bis zu 20 weitere Fichten zum Absterben bringen! Bitte informieren Sie auch Ihre Nachbarn, falls Sie dort Käferbäume sehen. Der Käfer macht nicht vor Grundstücksgrenzen halt und nur durch gegenseitige Unterstützung kann eine wirkungsvolle Bekämpfung erfolgen.
Das Käferholz sollten nur fachlich versierte Waldbesitzer selbst aufarbeiten. Im Zweifelsfall stehen entsprechend ausgebildete Fachleute zur Verfügung
Weitere Informationen finden Interessierte auch im Internet im Waldbesitzerportal oder im Borkenkäferinfoportal. Forstliche Unternehmer finden Sie in der Unternehmerdatenbank.

Interaktive Risikogebietskarte

Im Borkenkäferinfoportal finden Sie während der Schwärmzeit von Buchdrucker und Kupferstecher eine interaktive Risikogebietskarte, die für jeden Landkreis die Gefährdungslage darstellt, basierend auf den Prognosefängen in Pheromonfallen und den Beobachtungen vor Ort.

Befallskarte - Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft Externer Link

Was bedeuten die verschiedenen Farben in der interaktiven Risikogebietskarte?

  • Die Farbe Grün bedeutet, dass keine Warnstufe vorliegt und alle vier Wochen exponierte Bestandsränder und Randbereiche ehemaliger Käferlöcher kontrolliert werden sollen.
  • Bei der gelben Warnstufe sollen alle drei Wochen die Bestandsränder, die Randbereiche der ehemaligen Käferlöcher, Flächen mit Wind- bzw. Schneebruch und Trockenschäden kontrolliert werden.
  • Ist die rote Gefährdungsstufe erreicht, muss auch im Bestand kontrolliert werden. Befallene Flächen im wöchentlichen Turnus, gefährdete Flächen alle zwei Wochen.
    Die höchste Gefährdungsstufe mit akutem Befall ist rot mit schwarzen Strichen dargestellt und bedeutet, dass eine Massenvermehrung stattfindet und großflächige Schäden möglich sind. Befallenes Holz muss sofort aufgearbeitet werden und die Bestände müssen wöchentlich kontrolliert werden.
Bohrmehl

Bohrmehl auf Brombeeren

Bohrmehl

Bohrmehl auf Rinde

Bohrmehl

Bohrmehl auf Stammfuss

Borkenkäfer Schadbild

abgefallene Rinde

Schadbild Borkenkäfer

abgestorbene Fichte

Borkenkäfer

Buchdrucker